Fest integriert

eSIM in Deutschland: Diese Angebote gibt es bereits

Die eSIM soll mittelfristig die bisherigen SIM-Karten ablösen. Erste Angebote im Mobilfunkbereich gibt es schon. Weitere Endgeräte mit fest verbauter Betreiberkarte könnten schon 2018 folgen.
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Seit einigen Jahren ist die eSIM als zukünftiger Standard für SIM-Karten im Mobilfunkbereich im Gespräch. Eine fest im Smartphone, im Tablet oder der Smartwatch eingebaute Betreiberkarte soll die bisher übliche kleine Plastikkarte mit Chip ablösen. Vorreiter in Deutschland war Vodafone, das ein erstes eSIM-Produkt schon auf der CeBIT 2016 vorgestellt hat.

Der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber startete seinerzeit mit der Vermarktung der Samsung Gear S2 classic 3G, einer Smartwatch, die sich über UMTS auch direkt mit dem Mobilfunknetz verbinden lässt. o2 kündigte das gleiche Gadget wenige Wochen später ebenfalls an. Eine ernsthafte Vermarktung gab es bei beiden Netzbetreibern aber nicht.

Die eSIM soll die herkömmliche Betreiberkarte ablösenDie eSIM soll die herkömmliche Betreiberkarte ablösen Der Nachfolger der Samsung-Smartwatch, die Gear S3, wird in Deutschland nur ohne Mobilfunkmodul verkauft, während amerikanische Kunden das Gadget auch mit einer ähnlichen Ausstattung wie die Gear S2 bekommen können. Warum Samsung die Uhr mit eSIM hierzulande derzeit nicht vermarktet, ist nicht bekannt.

Telekom kooperiert mit Apple

Die Deutsche Telekom beteiligte sich an der Vermarktung der eSIM auf der Handy-Uhr von Samsung nicht. Dafür war das Unternehmen ebenfalls im vergangenen Jahr als einziger deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber mit seinen Tarifen auf dem iPad von Apple vertreten, das zusätzlich zum herkömmlichen Schacht für Nano-SIM-Karten auch über eine eSIM verfügt.

Die Apple SIM im iPad unterscheidet sich deutlich von den fest integrierten SIM-Karten der Samsung-Smartwatches. So können die Kunden hier keine eigenen Provider und Tarife aufschalten, sondern nur aus den Angeboten von Dienstleistern wählen, die mit Apple eine entsprechende Vereinbarung eingegangen sind.

Die Idee hinter der Apple SIM ist allerdings auch nicht unbedingt, die herkömmliche Betreiberkarte im Tablet zu ersetzen. Vielmehr soll der Kunde so bei einem Auslandsaufenthalt die Möglichkeit bekommen, unkompliziert einen Datentarif zu buchen, ohne zuerst eine lokale SIM-Karte aus dem Reiseland zu erwerben.

Der zweite Anwendungsfall sind Kunden, die ihr iPad überwiegend im heimischen WLAN-Netz betreiben und am Tablet nur hin und wieder eine UMTS- oder LTE-Datenverbindung benötigen. Diese Klientel soll über die fest integrierte SIM-Karte Zugriff auf Prepaid-Tarife verschiedener Provider bekommen.

"Herkömmliche eSIM" ohne Provider-Vorauswahl

Beim iPad Pro kann man zwischen eingelegter Karte und eSIM wählenBeim iPad Pro kann man zwischen eingelegter Karte und eSIM wählen Eine solche Vorauswahl der Provider und Tarife durch den Gerätehersteller soll es beim künftigen offiziellen eSIM-Standard aber nicht geben. Stattdessen werden die Käufer eines Smartphones, Tablets oder auch einer Smartwatch wie von der herkömmlichen SIM-Karte gewohnt die Möglichkeit haben, einen Netzbetreiber oder Discounter ihrer Wahl zu nutzen. Zu diesem Zweck wird sich die eSIM umprogrammieren lassen.

Bestenfalls wird sogar die Möglichkeit bestehen, mehrere Profile - also Mobilfunkanschlüsse - abzuspeichern und nach Bedarf zwischen diesen zu wechseln. So hat der Nutzer die Möglichkeit, zwischen dem überwiegend genutzten Vertrag und beispielsweise einer Prepaidkarte aus dem bevorzugten Urlaubsland quasi auf Knopfdruck zu wechseln.

Auf Seite 2 lesen Sie, wie sich eine eSIM aktivieren lässt und welches Smartphone mit fest verbauter Betreiberkarte hierzulande sogar schon verkauft wird.

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