eSIM

Neues iPhone: eSIM-Tausch sehr umständlich

Bei Telekom und o2 ist der Wechsel auf ein neues eSIM-Profil aufwän­diger als erwartet. Die Umstel­lung sollte daher gut vorbe­reitet werden.
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Die neue iPhone-Genera­tion von Apple ist ab sofort verfügbar. Wie schon die Modelle aus dem vergan­genen Jahr verfügen die Smart­phones in der in Deutsch­land verkauften Version neben dem Schacht für eine physi­sche SIM-Karte über eine eSIM. Zur Nutzung dieser fest im Gerät verbauten Karte wird demnach ein eSIM-Profil benö­tigt. Das ist derzeit nur bei den drei Mobil­funk-Netz­betrei­bern und bei wenigen Provi­dern erhält­lich.

Wer bereits die eSIM nutzt und nun beispiels­weise vom iPhone XR auf das iPhone 11 Pro umsteigt, benö­tigt als Telekom- und o2-Kunde ein neues Profil zur Frei­schal­tung dieser fest im Smart­phone veran­kerten Betrei­berkarte. Einfa­cher haben es Voda­fone-Kunden, denn ein vom Düssel­dorfer Netz­betreiber verge­benes eSIM-Profil kann mehr­fach verwendet werden. Hier reicht es demnach aus, das Profil aus dem alten Handy zu löschen und auf dem neuen Gerät zu instal­lieren.

"Einweg-eSIM" von Telekom und o2

Auch die neue iPhone-Generation verfügt über eine eSIMAuch die neue iPhone-Generation verfügt über eine eSIM Telekom und o2 vergeben eSIM-Profile, die sich nur einmalig verwenden lassen. Bei einem Gerä­tewechsel muss demnach ein neues eSIM-Profil ange­fordert werden. Wir haben schon vor einigen Wochen bei o2 online ein eSIM-Profil bestellt. In unserem Fall sind wir von einer physi­schen SIM-Karte auf eine eSIM umge­stiegen. Im vergan­genen Jahr klappte das inner­halb weniger Minuten. Das neue eSIM-Profil wurde online ange­zeigt und ließ sich instal­lieren.

"Aus Sicher­heits­gründen" verschickt die Telefónica-Marke die eSIM-Profile jetzt aber per Post. Der Kunde muss drei bis vier Werk­tage warten. Als Alter­native wird empfohlen, einen o2-Shop aufzu­suchen, wo man auch sofort das eSIM-Profil erhalten könne. Von drei o2-Shops, die wir im Vorfeld eines Besuchs ange­rufen hatten, wusste nur ein einziger Shop-Mitar­beiter Bescheid. Die anderen Shops wimmelten uns unter Verweis auf den online bereits ange­stoßenen Karten­tausch ab.

Die Inbe­trieb­nahme der eSIM war beim Shop-Besuch dann auch in wenigen Minuten erle­digt - aller­dings nach einer Anfahrt von rund 40 Kilo­metern. Hier wäre das frühere Verfahren, bei dem der Kunde die eSIM direkt online erhalten hat, die bessere Lösung. Noch besser wäre es, wenn sich das eSIM-Profil direkt über die Mein-o2-App gene­rieren ließe. Anbieter inter­natio­naler Roaming­tarife wie Truphone machen vor, wie das funk­tioniert.

Telekom: eSIM-Wechsel nur über die (über­lastete) Hotline

Auch bei der Telekom gestal­tete sich der Umstieg auf ein neues eSIM-Profil schwie­riger als erwartet, wie teltarif.de-Leser Thomas K. aus Berlin berichtet. Im Online-Kunden­center war es über die SIM-Tausch-Funk­tion nur möglich, die vorhan­dene eSIM in eine physi­sche Betrei­berkarte zu tauschen. Statt­dessen musste der Leser die tele­foni­sche Kunden­betreuung des Netz­betrei­bers kontak­tieren - was sich zum Markt­start eines neuen iPhones nicht einfach gestaltet, da die Hotline schlicht über­lastet ist.

Nachdem die Kunden­betreuung erreicht wurde, konnte das neue eSIM-Profil beauf­tragt werden. Etwa zehn Minuten später stand es zum Down­load im Kunden­center bereit. Auch hier könnte der Netz­betreiber den Vorgang etwas kunden­freund­licher gestalten und das Profil direkt in der MeinMagenta-App bereit­stellen.

Die Erfah­rungen zeigen: Mit der eSIM bekommen die Kunden von Telekom nicht mehr, sondern unter dem Strich sogar weniger Komfort als bisher. Das Umste­cken einer Nano-SIM war defi­nitiv einfa­cher. Telekom und o2 sollten zumin­dest auf die gleiche Lösung wie Voda­fone umsteigen und die Möglich­keit bieten, ein eSIM-Profil mehr­fach zu verwenden.

In einer weiteren Meldung zeigen wir Ihnen die neuen iPhones im Hands-On-Test.

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