LTE-Ausbau

Ericsson: 2015 mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen

Netzwerkausrüster Ericsson erwartet für 2015 weltweit mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen und stellt Prognosen zur weiteren Entwicklung von LTE sowie des weltweiten mobilen Datenverkehrs vor. Mehr dazu in unserer Meldung.
Von Marie-Anne Winter
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In seinem internationalen Mobility-Report, den Ericsson heute publiziert hat, rechnet der schwedische Netzausrüster mit einer bis zum Jahr 2019 deutlich erweiterten LTE-Mobilfunkversorgung - allerdings auch mit deutlichen Unterschieden bei der regionalen Nutzung. So werden 2019 zwar rund 80 Prozent der Bevölkerung Europas mit LTE-Netzen versorgt sein, die Penetrationsrate aber nur bei etwa 30 Prozent liegen - je nach dem wie schnell die bisher genutzen GSM/UMTS-/HSPA-Geräte duch neue, LTE-fähige Endgeräte ersetzt werden. Außerdem wird es deutliche Unterschiede bei der Nutzung zwischen West- (50 Prozent) und Zentral- sowie Osteuropa (20 Prozent) geben wird. In Nordamerika wird die LTE-Penetrationsrate dann bereits rund 85 Prozent betragen.

Im Jahr 2015 wird laut Ericsson es mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen geben.Im Jahr 2015 wird laut Ericsson es mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen geben. Für Nordostasien geht der Report für 2019 von einer LTE-Versorgung der Bevölkerung von rund 95 Prozent und einer Penetrationsrate von 45 Prozent aus. In China wird die Zahl der LTE-Anschlüsse bis 2019 auf 700 Millionen und damit auf ein Viertel aller LTE-Anschlüsse weltweit angestiegen sein.

Im Laufe der letzten zwölf Monate ist die Gesamtzahl der Mobilfunkanschlüsse weltweit um sieben Prozent gewachsen. Allein im ersten Quartal 2014 stieg die Zahl um 120 Millionen. Im Laufe des Jahres 2015 wird die Gesamtzahl der Mobilfunkanschlüsse erstmals die Zahl der Menschen auf der Erde übersteigen. Die Zahl der mobilen Breitbandnutzer wächst besonders schnell: Bis Ende 2019 wird sie bei 7,6 Milliarden liegen, damit werden dann rund 80 Prozent aller Mobilfunkteilnehmer einen Breitbandanschluss nutzen.

Vervierfachung des Datentraffic bis 2019

Der Ericsson Mobility-Report prognostiziert, dass die Zahl der Smartphone-Besitzer im Jahr 2016 die Zahl der Nutzer klassischer Handys überschreiten wird. Bis zum Jahr 2019 wird es weltweit voraussichtlich 5,6 Milliarden Smartphone-Anschlüsse geben. In Europa wird die entsprechende Zahl dann bei rund 765 Millionen liegen und damit die Zahl der Gesamtbevölkerung überschritten haben.

Im ersten Quartal 2014 waren bereits 65 Prozent aller verkauften Mobiltelefone moderne Smartphones. Im Vergleich zu heute wird sich bis 2019 die monatliche Menge der mit einem Smartphone übertragenen Daten nahezu vervierfachen. Diese Zunahme macht einen nicht unerheblichen Teil der für den Zeitraum von 2013 bis 2019 prognostizierten Verzehnfachung des gesamten mobilen Datenverkehrs aus.

In Europa gehört neben den skandinavischen Ländern, Großbritannien, den Niederlanden und Spanien auch Deutschland zu den Ländern, in denen die Verbraucher zuerst zum Smartphone greifen, wenn sie bestimmte Internet-Dienste nutzen. Während das Smartphone hierzulande vor allem für Chats und Instant Messages dem PC oder Notebook den Rang abgelaufen hat, ist es in Schweden auch für Spiele sowie für die Nutzung Sozialer Netzwerke und News-Angebote die erste Wahl.

62 Prozent der Deutschen benutzen zudem bereits ein Tablet, ein Notebook oder ein Smartphone um mindestens wöchentlich TV- oder Videodienste zu schauen. 27 Prozent tun dies auch unterwegs - dazu tragen allerdings nicht nur der immer bessere Ausbau der Mobilfunk-Netze und günstigere Tarife für die mobile Internetnutzung bei, sondern auch Tatsache, dass immer mehr Anbieter ihre Dienste mit einem Offline-Modus ausstatten - mehr dazu finden Sie in einem weiteren Artikel.

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