soziale Netzwerke

So gelingt der Start bei Twitter

Twitter lebt vom spartanischen Outfit - und bietet "schnelle" Informationen
Von Ralf Trautmann / Paulina Gesikowski

Doch auch wenn es keine Re-Tweets gibt, können die eigenen Mitteilungen für andere interessant gewesen sein. Immerhin einen Anhaltspunkt hierfür liefert der Dienst tweet-rank.de, der das Follower-Wachstum zwischen zwei Tweets misst. Nach Anmeldung bei diesem kostenfreien Dienst sieht der Nutzer in der Folge, zwischen welchen Tweets er wie viel Follower gewonnen hat - allerdings muss dies nicht zwangsläufig nur auf den jeweiligen Eintrag zurückzuführen sein, denn Twitter-Follower kommen und gehen "auch einfach so".

Um gefunden zu werden, können die eigenen Nachrichten auch mit einem so genannten Hash-Tag versehen werden: Das #-Zeichen ohne Leerstelle gefolgt von Schlüsselbegriffen soll das Finden des Beitrags zu einem bestimmten Thema über die Suche erleichtern.

Das Spammen von Beiträgen wie Werbelinks oder ähnlichem kann indes dazu führen, dass sich die Gefolgschaft wieder austrägt - kein Wunder, denn im Twitter-Fenster sieht man beim Standarddienst nur eine gewisse Anzahl Postings, und diese sollen natürlich nicht ausschließlich mit Nutzlosem gefüllt sein (Abhilfe gegen den Meldungs-Wust schaffen übrigens spezielle Twitter-Clients, die Meldungen ordnen). Trotzdem geht es bei Twitter nicht nur um hochbrisante Informationen - im Gegenteil: Auch wer einfach aktuelle Aktivitäten twittert, kann hiermit dank der persönlichen, "menschelnden" Note sicherlich Sympathiepunkte gewinnen. Und auch wenn Twitter von Haus aus quasi keine Mittel zum inhaltlichen "Aufhübschen" der Tweets mitbringt, gibt es für manche Funktion Abhilfe: Fotos können zum Beispiel nicht direkt eingebunden werden, Dienste wie Twitpic erlauben dann das Hinterlegen und Verlinken von Bildern.

Fazit: Der Start ist nicht schwer - alles Weitere erfordert Zeit und Engagement

Mit diesem dritten Teil endet unsere Artikel-Serie zum erfolgreichen Einstieg in soziale Netzwerke. Dabei zeigt sich, das "erfolgreich" so eine Sache ist - es kommt immer drauf an, woran der Erfolg gemessen wird. Hierzu zählt aber auf jeden Fall die rege Kommunikation mit anderen Nutzern, denn dies ist Ziel und Zweck von sozialen Netzwerken. Eine gewisse Ausnahme unter den vorgestellten Diensten bildet hier Twitter, denn dieser kann auch als reine Informationsquelle herhalten, zum Beispiel durch das Folgen von Nachrichtenseiten.

Generell gilt: Wer sich nicht völlig unangebracht anstellt, findet in den sozialen Netzwerken schnell Bekannte oder Geschäftskontakte und kann hier auch in rege Kommunikation einsteigen. Wie lange diese anhält und ob sich hier ein Mehrwert einstellt, hängt maßgeblich davon ab, was der Nutzer selbst zu bieten hat - nicht nur durch seine Texte, sondern auch durch Fotos, Videos etc. Darüber bieten gerade Facebook und die VZs noch zahlreiche weitere Möglichkeiten der Gestaltung, die den Rahmen dieses Artikels sprengen würden - ein bisschen stöbern im Angebot lohnt sich also. Und wer sich je nach Netzwerk auch von unterwegs mitteilt, ist sicherlich ebenfalls auf der richtigen Seite (günstige, passende Smartphones haben wir Ihnen bereits vorgestellt). Engagement ist hier eben alles - nicht umsonst wird das Web 2.0 als Mitmach-Web bezeichnet.

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