Kündigung

envacom kündigt DSL-Verträge kurzfristig zum 30. November

Leistungen werden schon zum 30. November eingestellt
Von Björn Brodersen
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Nachdem etliche DSL-Kunden des Anbieters envacom wochenlang über Zugangs-Probleme klagten, hat der Provider jetzt DSL-Kunden die Verträge kurzfristig zum 30. November gekündigt. envacom begründet die Kündigungen damit, dass der Vorleistungspartner freenet dem Unternehmen die Verträge gekündigt habe und zu diesem Zeitpunkt die Leistungen einstellen werde. Betroffen von den DSL-Vertragskündigungen sind auch Nutzer mit DSL-Anschlusspaketen der Marken Fireline Networks und Callero, deren Anschlüsse bislang über den freenet-Backbone realisiert werden. Aufgrund der kurzen Frist ist für betroffene Kunden ein nahtloser Wechsel zu einem anderen DSL-Anbieter voraussichtlich nicht mehr möglich. Screenshot: Wechselangebot von envacomWechselangebot von envacom

Gleichzeitig unterbreitet envacom den betroffenen Bestandskunden ein Umstiegsangebot [Link entfernt] auf ein envacomDSL-Komplett-Paket mit integriertem VoIP-Anschluss, das in Kooperation mit dem Vorleistungserbringer QSC realisiert wird. Hier telefoniert der Kunde nicht über den Festnetzanschluss der Deutschen Telekom und kann somit auch kein Call by Call nutzen. Das envacomDSL-Komplett-Paket mit Anschluss-Bandbreiten zwischen 2 MBit/s und 16 MBit/s im Downstream kostet zwischen 17,99 Euro und 27,99 Euro pro Monat. Inklusive ist eine Surf-Flatrate, nicht aber eine Sprach-Flatrate für Telefonate in das deutsche Festnetz. Eine solche VoIP-Flatrate kostet 6 Euro monatlichen Aufpreis. Die Mindestvertragslaufzeit beläuft sich für envacomDSL Komplett auf drei Monate, wechselnde Kunden müssen nicht das übliche Bereitstellungsentgelt von 55 Euro zahlen. Für Neukunden soll es in den kommenden Wochen ebenso ein neues Angebot geben.

Neuen DSL-Zugang ganz in Ruhe auswählen

Wir empfehlen betroffenen Nutzern, den neuen DSL-Zugang in Ruhe und unabhängig von dem Umstiegsangebot von envacom auszuwählen. Die günstigsten DSL-Tarife finden Sie mit Hilfe unseres DSL-Tarifrechners oder Doppel-Flatrate-Rechners. Wer bei noch länger laufender Vertragslaufzeit die DSL-Vertrags-Kündigung durch den Internetprovider nicht so einfach hinnehmen möchte, weil vermutlich aufgrund der kurzen Frist kein nahtloser Wechsel zu einem anderen Anbieter mehr möglich ist, sollte sich unter Umständen über ein mögliches weiteres Vorgehen von einem Rechtsexperten beraten lassen. ""Aufgund der kurzfristigen Kündigung seitens freenet steht uns laut Gesetz ein Sonderkündigungsrecht zu. Von diesem machen wir Gebrauch", begründet aber envacom die kurzfristige Vertragsbeendigung.

Manche DSL-Provider bieten inzwischen Neukunden auch ohne weitere Kosten einen mobilen Internet-Zugang via GPRS oder UMTS mit USB-Surf-Stick bis zur Freischaltung des DSL-Anschlusses an. Diese Sofort-Surfen-Angebote lassen sich jedoch nur bei ausreichender Mobilfunknetzabdeckung am Wohnort des Kunden sinnvoll nutzen.

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