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34C3: Snowden äußert sich zu Flüchtlingen & Rolle von Hackern

Auf dem Chaos Computer Club 2017 war NSA-Whistleblower Edward Snowden live aus dem russischen Exil zugeschaltet worden.
Von dpa / Paol Hergert
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Edward Snowden live auf dem CCC 2017 in LeipzigEdward Snowden live auf dem CCC 2017 in Leipzig Whistleblower Edward Snowden hat die Hacker-Community zum kritischen Handeln aufgerufen. Ein Hacker sei jemand, der zweifle, der misstraue, sagte der 34-Jährige, der per Video zugeschaltet worden war, auf dem Chaos Communication Congress in Leipzig. "Dieses Jahr hat bewiesen, wie wichtig unsere Skepsis ist." Snowden, der 2013 zum US-amerikanischen Staatsfeind Nummer Eins geworden war, als er die NSA-Überwachung öffentlich gemacht hatte, befindet sich derzeit im Exil in Russland. "Unserer Arbeit war nie wichtiger," so Snowden, der hinzufügte, dass die Welt sich auf die Hacker verlasse.

Nachdem Snowden die massive Über­wa­chung durch den US-Ge­heim­dienst öffentlich gemacht hatte, or­ga­ni­sier­te der Men­schen­rechts­an­walt Richard Tibbo im Juni 2013 dessen Flucht aus dem "Mira Hotel" in Hongkong, während US-Agenten ihn in der chinesischen Sonderverwaltungszone suchten. In Leipzig schilderte Tibbo, wie er Snowden bei seinen Mandanten, Flüchtlingen aus Sri Lanka und von den Philippinen, unterbrachte. Schließlich sei dass der letzte Ort, wo nach ihm gesucht worden wäre.

Situation der Flüchtlinge verschlechtert

Der Jurist wies aber auch darauf hin, dass sich die Situation der Flüchtlinge dramatisch verschlechtert habe, seitdem ihr Engagement für Snowden öffentlich geworden war. Die Unterstützungen seien drastisch gekürzt worden, außerdem seien sie von Ausweisungen bedroht. Einige Flüchtlinge, die ebenfalls zugeschaltet worden waren, bekräftigten aber, dass sie jederzeit wieder so handeln würden.

"Ich möchte, dass ihr Euch für einen Moment in diese Menschen hineinversetzt", sagte Snowden. Es gebe so viele Leute, die schlechte Dinge über Flüchtlinge verbreiteten. "Es sind einige der besten Menschen, die ich in meinem ganzen Leben getroffen habe. Sie hatten nichts und sie haben alles riskiert. Und das für jemanden, den sie nicht einmal kennen."

Als Snowden aus dem Publikum gefragt wurde, ob er in Hongkong offizielle Vertreter aus Russland getroffen habe, ging er nicht darauf ein und erklärte, die Frage nicht verstanden zu haben. Er wies aber erneut Vorwürfe zurück, dass er ein russischer Spion sei.

In einem weiteren Artikel zum diesjährigen Chaos Computer Club in Leipzig haben wir die Highlights der Tagung für Sie zusammengefasst.

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