Studie

Das wichtigste eBook-Lesegerät ist der Laptop

Spezielle Lesegeräte für eBooks stagnieren in den Verkaufszahlen - der Laptop bleibt das wichtigste Lesegerät. Doch was sind die Gründe, warum Nutzer das gedruckte Buch bevorzugen?
Von mit Material von dpa
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Jeder vierte Bundesbürger liest einer Umfrage zufolge eBooks. Im Vorjahresvergleich sind die Zahlen bei einem Anstieg von nur einem Prozent aber nahezu unverändert geblieben. Das geht aus einer repräsentativen Studie hervor, die der Digitalverband Bitkom heute in Berlin präsentierte. Je jünger die Befragten, desto häufiger gaben sie an, digitale Bücher zu lesen. So waren es in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen 32 Prozent, bei den Über-65-Jährigen nur noch elf Prozent.

Das wichtigste Lesegerät ist bei den befragten Nutzern aktuell der Laptop (41 Prozent) vor dem Smartphone (38 Prozent). Rund ein Drittel (34 Prozent) liest mit speziellen eReadern. Diese haben es aber zunehmend schwer. Nach Bitkom-Prognosen werden die Verkaufszahlen von Kindle, Tolino oder Kobo im laufenden Jahr um 25 Prozent auf 600 000 Stück fallen. Immerhin 21 Prozent lesen eBooks auf dem stationären PC zuhause - das Schlusslicht bildet das Tablet, das nur 20 Prozent der Befragten als Lesegerät dient.

Auch die jüngsten Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels zeigten, dass der anfängliche Hype um die eBooks abflacht. In Sachen Wachstum lag der Anstieg 2014 nur noch bei 7,6 Prozentpunkten, der Umsatzanteil am Publikumsmarkt bei 4,3 Prozent. In den USA sind es vergleichsweise rund 25 Prozent. Ein Grund für die bescheidene Umsatzsteigerung sieht der Börsenverein auch in den rückläufigen Preisen für E-Books.

Warum lehnen Verbraucher eBooks ab?

Das wichtigste eBook-Lesegerät ist der Laptop, nicht der eBook-ReaderDas wichtigste eBook-Lesegerät ist der Laptop, nicht der eBook-Reader Interessant sind auch die Antworten, die der Bitkom auf die Frage erhielt "Aus welchen Gründen lesen Sie keine eBooks?" Knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) gab hier an: "Ich bevorzuge die sinnliche Wahrnehmung von gedruckten Büchern". 44 Prozent gaben an, Lesegeräte seien zu teuer, während 39 Prozent antworteten: "Ich möchte nicht auf einem Bildschirm lesen". Das Verleihen oder Verschenken von Büchern ist ebenfalls für einen gewissen Nutzerkreis wichtig - 20 Prozent bemängelten, dass dies mit eBooks nicht möglich sei.

Ein gewisser Anteil der Nutzer will gar nicht unbedingt eBooks kaufen, um diese zu besitzen. Immerhin 32 Prozent der Leser leihen eBooks in öffentlichen Bibliotheken aus, während 27 Prozent legale und frei verfügbare eBooks liest. Doch 44 Prozent der Befragten nutzen außer dem Kauf keinen weiteren Verbreitungsweg. Das am liebsten gelesene eBook-Genre ist Belletristik, also beispielsweise Romane, danach folgen Ratgeber, Lehrbücher, Reiseliteratur und Comics.

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