Identitätsnachweis

eBay Kleinanzeigen: Verpflichtende SMS-Verifizierung kommt

Manche Mitglieder nutzen eBay Klein­anzeigen für ihre sexu­ellen Triebe, damit soll per SMS-Veri­fizie­rung Schluss sein. Die verpflich­tende Iden­tifi­zie­rung startet in Bälde.

Wer eBay Klein­anzeigen voll­umfäng­lich nutzen möchte, kommt demnächst nicht um eine Veri­fizie­rung seiner Tele­fon­nummer herum. Das Portal wird die aktuell noch optio­nale Bestä­tigung via SMS verpflich­tend machen. Als Grund nennt der Geschäfts­führer sexu­elle Beläs­tigungen. Unter dem Deck­mantel der Anony­mität sollen mehrere Kinder, Jugend­liche und junge Frauen bedrängt worden sein. Hierbei werden die Opfer gezielt in bestimmten Kate­gorien wie „Baby­sitter & Kinder“ oder „Nach­hilfe“ gesucht. Durch die Veri­fizie­rung per SMS erhofft sich eBay Klein­anzeigen Besse­rung.

Klein­anzeigen: Iden­titäts­nach­weis gegen Beläs­tigungen

SMS-Verifizierung SMS-Verifizierung
Bild: eBay Kleinanzeigen
Auf dem seit Ende 2020 zu Adevinta gehö­renden Verkaufsportal eBay Klein­anzeigen tummeln sich nicht nur seriöse Mitglieder. Neben Betrugs­ver­suchen sind auch sexu­elle Beläs­tigungen ein heikles Thema. Wie heise berichtet, ist dieser Umstand Paul Heimann, Chef der Platt­form, ein Dorn im Auge. Um diesem Ärgernis entge­gen­zuwirken, wird die aktuell frei­wil­lige SMS-Veri­fizie­rung in den kommenden Wochen in eine verpflich­tende umge­wan­delt. Diese Prozedur findet etwa bei der Kontakt­auf­nahme mit einem Verkäufer / einer Verkäu­ferin oder der Veröf­fent­lichung eines Inse­rats statt.

Die vorge­schrie­bene SMS-Veri­fizie­rung startet in den folgenden Kate­gorien: „Baby­sitter & Kinder“, „Mini- & Neben­jobs“, „Tier­betreuung & Trai­ning“, „Nach­hilfe“ und „Prak­tika“. Mit der Sicher­heits­maß­nahme erhofft sich Heimann „posi­tive Auswir­kungen auf die Proble­matik sexu­eller Beläs­tigung“

Weiter­füh­rende Infor­mationen zur SMS-Veri­fizie­rung

eBay Klein­anzeigen beteuert, dass die Nummer bei der Authen­tifi­zie­rung nicht unge­wollt veröf­fent­licht wird. Die betref­fende Handy­nummer muss in den EU-Ländern zuge­lassen sein. Der Prozess lässt sich mit allen SMS-fähigen Endge­räten abwi­ckeln. Wie bei solchen Verfahren gewohnt, wird ein Code verschickt, den man anschlie­ßend im Portal bestä­tigen muss. Bislang scheint die Veri­fizie­rung gut ange­nommen zu werden. Inner­halb der letzten Wochen machten bereits 250 000 Mitglieder von ihr Gebrauch.

Momentan gibt es für Kunden keine nennens­werten Auswir­kungen durch den Erwerb von eBay Klein­anzeigen durch Adevinta vor einem Drei­vier­tel­jahr. Ab 2024 kommt aber eine große Ände­rung. Da der Name und das Logo dann nicht mehr genutzt werden dürfen, muss sich die Platt­form in ein neues Kleid hüllen.

Achten Sie bei der Nutzung von eBay Klein­anzeigen auf Betrugs­maschen.

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