Energiespender

EasyAcc MegaCharge D20: Starke Powerbank im Test

Die 20 000-mAh-Powerbank EasyAcc MegaCharge D20 unterstützt nicht nur QuickCharge, auch bei den beiden USB-C-Ports hat sich der Hersteller etwas sinnvolles einfallen lassen. Wir haben die Powerbank getestet.
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LED-Taschenlampe und Ausgänge der EasyAcc MegaCharge D20
LED-Taschenlampe und Ausgänge der EasyAcc MegaCharge D20
Nicht nur USB-Typ-C setzt sich so nach und nach bei Smartphones und Tablets der Ober- und Mittelklasse durch, auch Schnellladetechniken wie Quick Charge werden zunehmend wichtiger. Denn niemand will mehrere Stunden warten, bis der Smartphone-Akku nachgeladen ist, damit das Gerät endlich wieder genutzt werden kann.

Mobile Energiespender wie Powerbanks tun also gut daran, möglichst viele Techniken und Schnittstellen zu unterstützen, um sowohl Geräte der neuesten Generation als auch ältere oder günstigere Mobiltelefone mit Micro-USB-Buchse zuverlässig zu laden. Gleichzeitig fordern die Nutzer von externen Akkus oft eine hohe Kapazität, ohne dass die Powerbank zu viel kostet.

Alle diese Forderungen scheint die EasyAcc MegaCharge D20 miteinander zu verbinden. Der chinesische Hersteller EasyAcc vertreibt seine Produkte in Deutschland nach wie vor überwiegend über Amazon, dort kostet die EasyAcc MegaCharge D20 mit 20 000 mAh momentan etwa 43 Euro.

Lieferumfang, Gehäusematerial und Abmessungen

Die Powerbank kommt in der für EasyAcc typischen beigefarbenen Kartonverpackung. Beigelegt sind ein USB-C und Micro-USB-Kabel sowie eine Kurzanleitung. Die Powerbank selbst ist in dem seit Jahren beim Hersteller üblichen schwarzen Kunststoff-Design mit orangefarbener Umrandung gehalten.

Powerbank mit Verpackung, zwei Kabeln und Anleitung
Powerbank mit Verpackung, zwei Kabeln und Anleitung
Nach einer längeren Benutzung der bereits von uns getesteten EasyAcc-Akkus Monster Power Bank und MFi Powerbank müssen wir allerdings konstatieren, dass der verwendete Kunststoff nicht abriebfest ist. Nachdem wir die beiden vorgenannten Akkus mehrfach im Rucksack neben anderen (nicht scharfkantigen) Geräten transportiert haben, zeigen die Gehäuse deutliche Kratzspuren. Der recht günstige Preis bei EasyAcc-Powerbanks wird also durch eine unschöne Optik nach einigen Monaten der Nutzung erkauft. Auch die MegaCharge D20 steckt in dieser Hülle.

Die MegaCharge D20 misst 152 mal 74 mal 23 Millimeter. Damit passt sie gerade noch in eine Jackentasche. Gegen einen Transport in der Innentasche des Anzug-Sakkos spricht allerdings das Gewicht von 380 Gramm - bevor die Innentasche reißt, sollte man den Akku also lieber in einer Umhängetasche oder im Rucksack herumtragen.

USB-C- und Micro-USB-Eingang
USB-C- und Micro-USB-Eingang

Anschlüsse, Aufladezeiten und unidirektionale USB-C-Ports

Wie gesagt: So lange Micro-USB und USB-C gleichzeitig auf dem Markt sind (wobei Micro-USB quantitativ noch die Oberhand haben dürfte), tut EasyAcc gut daran, mit der MegaCharge D20 beide Standards gleichzeitig zu unterstützen. Die Powerbank kann bis zu vier Geräte gleichzeitig laden und besitzt dazu drei klassische USB-Buchsen und einen USB-C-Ausgang. Der grün markierte USB-Port ist als QuickCharge-2.0/3.0-Port spezifiziert.

Mit der Herstellung von Powerbanks mit einer Kapazität von 20 000 mAh hat EasyAcc schon jahrelange Erfahrung. Allerdings sollte man dabei zwei Dinge beachten: Erstens liefern Powerbanks in der Regel nur rund 60 Prozent der nominellen Kapazität. Und zweitens dauert das Aufladen der Powerbank sehr lange, wenn diese komplett entladen ist - bei der MegaCharge D20 rund 12 Stunden, wenn man sie nur per Micro-USB aufladen würde. Allerdings hat sie einen Micro-USB und einen USB-C-Eingang, die beide auch gleichzeitig angeschlossen werden können. Nur mit dem USB-C-Port würde das Laden rund sechs Stunden dauern, mit beiden Ports zusammen rund 4,5 Stunden. Beide Anschlusskabel liegen dem Akku bei.

USB-C-Nutzer wissen: Das bidirektionale Interface ist anfällig dafür, die Energie manchmal "in die falsche Richtung" zu übertragen, also beispielsweise nicht von der Powerbank zum Macbook, sondern umgekehrt. Das ist natürlich ärgerlich. EasyAcc hat das Problem dadurch gelöst, dass die beiden USB-C-Anschlüsse streng unidirektional ausgelegt sind: Der Port neben den großen USB-Buchsen ist ein reiner Ausgang, der Anschluss neben dem Micro-USB ein reiner Eingang.

Typenschild der Powerbank
Typenschild der Powerbank

Leistungsdaten und Kapazitäts-Tests

Der Typ-C-Eingang unterstützt 5V/3A, der Micro-USB-Eingang 5V/2A und beide Ports zusammen maximal 5V/5A. Der grüne Quick-Charge-Ausgang beherrscht die Betriebsarten 5-6V/3A, 6-9V/2A und 9-12V/1,5A, je nach angeschlossenem Gerät. Die schwarzen USB-Ausgänge und der Typ-C-Ausgang sind mit maximal 5V/3A spezifiziert. Die Ladeenergie wird übrigens durch die MegaCharge D20 durchgeschleift, es ist also möglich, den externen Akku aufzuladen und gleichzeitig vier Geräte zum Laden anzuschließen.

Wie immer bei EasyAcc gibt es einen Powerbutton, der bei zweimaligem Drücken die integrierte LED-Leuchte ein- oder ausschaltet. Auch die vier kleinen weißen LED, die den Ladezustand der Powerbank in 25-Prozent-Schritten signalisieren, sind von früheren externen Akkus des Herstellers bekannt.

Die EasyAcc MegaCharge D20 schafft es im voll aufgeladenen Zustand mühelos, vier Smartphones gleichzeitig und komplett aufzuladen. Besitzt man nur ein Smartphone, lässt sich dieses immer vier Mal laden. Manchmal war nach den Ladevorgängen sogar noch etwas Restkapazität übrig. Tablets haben in der Regel stärkere Akkus und diese saugen mehr Saft aus der Powerbank. Zwei bis drei Ladevorgänge sind bei aktuellen Tablets aber ebenfalls drin, bevor die MegaCharge D20 selbst wieder an eine oder am besten zwei Steckdosen gehängt werden muss.

Dank der beiden Eingänge schnellere Ladung der Powerbank, Energie wird durchgeschleift
Dank der beiden Eingänge schnellere Ladung der Powerbank, Energie wird durchgeschleift

Fazit

Optisch und kapazitätsmäßig hat sich bei der MegaCharge D20 im Vergleich zu früheren Powerbanks von EasyAcc nichts geändert, auch die kratzempfindliche Kunststoffhülle ist noch dieselbe wie zuvor. Die Neuerungen liegen eher unter der Haube: QuickCharge, höhere Amperezahlen der Ports und USB-C sind willkommene Neuerungen, insbesondere bei Nutzern moderner Top-Smartphones. Lobenswert ist, dass die USB-C-Ports bewusst unidirektional ausgelegt sind, um ein versehentliches "Laden in die falsche Richtung" zu vermeiden.

Allgemeine Informationen zu mobilen Akkus und weitere Testberichte lesen Sie auf unserer Ratgeberseite zu Powerbanks.

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