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E-Plus bietet mobiles Internet jetzt mit 1,8 MBit/s an

Geschwindigkeit im UMTS/HSDPA-Netz soll schrittweise erhöht werden
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Deutlich später als seine Mitbewerber hat E-Plus erst im vergangenen Jahr sein UMTS-Netz mit HSDPA ausgestattet. Dabei erfolgt der Ausbau weiterhin erheblich langsamer als bei der Mobilfunksparte der Deutschen Telekom, bei Vodafone und o2. So kommt der UMTS-Beschleuniger noch nicht im gesamten 3G-Netz zum Einsatz, sondern vornehmlich in Städten und Regionen, in denen E-Plus mit einer besonders intensiven Nutzung mobiler Datendienste rechnet.

Bis vor kurzem war die Performance des Internet-Zugangs über UMTS bei E-Plus auch in mit HSDPA versorgten Städten deutlich schlechter als in den anderen deutschen Mobilfunk-Netzen. Im Test von teltarif.de erreichten wir maximale Download-Raten von rund 440 kBit/s. Offizielle Zahlen wollte die E-Plus-Pressestelle nicht nennen, doch der theoretische Maximalwert lag wohl bei den 500 kBit/s, die der belgische Ableger der KPN-Gruppe, zu der auch E-Plus gehört, für seine Kunden bekanntgegeben hat.

Pressestelle bestätigt Leser-Erfahrungen

Funkmast von E-PlusFunkmast von E-Plus Nun berichten Leser, der mobile Internet-Zugang im E-Plus-Netz sei schneller geworden. So seien Werte zwischen 1,2 und 1,7 MBit/s bei Downloads zu erreichen. Die E-Plus-Pressestelle bestätigte auf Anfrage von teltarif.de, die Performance sei im Zuge des Ausbaus des mobilen Datennetzes ausgebaut worden. Dank dieser Erweiterung können die Kunden nun mit bis zu 1,8 MBit/s im Downstream über UMTS surfen. Der Maximalwert für den Upstream liege bei 384 kBit/s.

Wie die E-Plus-Pressestelle weiter erläutert, wird sich im Zuge des weiteren Ausbaus der HSDPA-Verfügbarkeit die HSDPA-Geschwindigkeit Netz schrittweise erhöhen. Konkrete Zahlen nannte die Pressestelle nicht. Ende letzten Jahres hatte Deutschlands drittgrößter Mobilfunk-Netzbetreiber bekannt gegeben, in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen ZTE das Datennetz zu erweitern. So will E-Plus künftig Bandbreiten von bis zu 21,6 MBit/s im Downstream ermöglichen.

In der Vergangenheit führte E-Plus-Datennetz ein Schatten-Dasein

In den letzten Jahren setzte E-Plus fast ausschließlich auf das Geschäft mit der Sprachtelefonie, während der Netzausbau für die mobile Internet-Nutzung vernachlässigt wurde. In Folge hatte E-Plus mit massiven Kapazitätsengpässen im Datennetz zu kämpfen, die noch heute je nach Region auftreten.

Im vergangenen Jahr baute E-Plus zunächst weite Teile seines GSM/GPRS-Netzes für die Datennutzung weiter aus. Rund 90 Prozent der deutschen Bevölkerung sind inzwischen mit dem GPRS-Turbo EDGE versorgt. Nun erweitert E-Plus schrittweise auch sein UMTS-Netz für die Datenkommunikation. Allerdings gibt es bislang keine Aussagen dazu, welche Bandbreiten in welchem Zeitraum in welchen Regionen bereitgestellt werden.

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