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o2.de+ und BASE DE+: National Roaming im Test

Am 31. März startete Telefónica mit der schrittweisen Freischaltung des National Roaming. Wir haben den Dienst getestet. In unserer Meldung lesen Sie, wie wir das Roaming aktiviert haben und welche Erfahrungen wir bei Telefonaten und der Internet-Nutzung gemacht haben.
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Obwohl wir im E-Plus-Netz eingebucht waren, konnten wir problemlos eine mobile Internet-Verbindung aufbauen. Die Internet-Zugangsdaten mussten dazu nicht verändert werden. Das ist beim International Roaming im Ausland genauso. Anders als jenseits der Landesgrenzen mussten wir am Sony Xperia Z3 Dual auch die Funktion für Daten-Roaming nicht aktivieren. Die Datenverbindung wurde genauso hergestellt wie im heimischen o2-Netz.

Mobiler Internet-Zugang mit guter PerformanceMobiler Internet-Zugang mit guter Performance Ähnliche Erfahrungen haben wir bereits bei unserem ersten Test im Januar gemacht. Einige Leser berichteten hingegen, dass das National Roaming mit ihren Endgeräten nur dann funktioniert, wenn sie Daten-Roaming freigeben. Für diesen Effekt ist offenbar die Firmware des jeweiligen Smartphones verantwortlich, die nicht zwischen Inlands- und Auslands-Roaming unterscheiden kann. Wer ein solches Handy verwendet, muss das Daten-Roaming aktivieren, was gleichbedeutend damit ist, dass sich der Handheld in Grenznähe auch in ein Mobilfunknetz aus einem Nachbarland einbuchen kann.

Internet-Zugang mit guter Performance

Wir haben uns natürlich nicht nur ins UMTS-Netz von E-Plus eingebucht, sondern auch den Internet-Zugang einem Test unterzogen. Bei Speedtests erreichten wir zwischen 10 und 11 MBit/s im Downstream und 2 bis 4 MBit/s im Upstream. Die Pingzeiten lagen bei etwa 60 ms. Vergleichbare Werte erzielten wir am gleichen Ort auch mit der BASE-SIM-Karte. Dabei gilt es zu beachten, dass es sich natürlich nur um eine Momentaufnahme handelt.

An anderen Orten werden die Ergebnisse naturgemäß völlig anders sein - abhängig von der jeweiligen Funkversorgung, von der Anbindung der Basisstation und nicht zuletzt von der Auslastung der Funkzelle. Vor allem in Ballungsgebieten könnte es zu Überlastungserscheinungen kommen, wenn plötzlich die Kunden aus beiden Telefónica-Netzen in der gleichen Basisstation eingebucht sind. Weitere Tests in den kommenden Wochen und Monaten werden zeigen, ob die Kapazitäten ausreichen.

Telefonieren im National Roaming

Daten-Roaming musste im Test nicht aktiviert werdenDaten-Roaming musste im Test nicht aktiviert werden Neben dem Internet-Zugang lassen sich auch Telefonate im National Roaming problemlos führen. Beim Verlassen der mit UMTS von E-Plus versorgten Region wurde das Telefonat im GSM-Netz der Düsseldorfer Telefónica-Marke fortgeführt. Nach Gesprächsende wurde die Netzverbindung automatisch unterbrochen und das Smartphone buchte sich wieder ins Heimatnetz ein. Das passierte innerhalb von ein bis zwei Sekunden. Während dieser Zeit war der Handy-Anschluss nicht erreichbar, was man aufgrund der Kürze des Zeitfensters wohl vernachlässigen kann.

Das National Roaming funktioniert einwandfrei, wie sich in unserem Test gezeigt hat. Der Dienst ist ein deutlicher Mehrwert für die Kunden, die so in den Städten und Ballungsgebieten ein dichteres UMTS-Netz zur Verfügung haben. Vor allem o2-Kunden profitieren zudem durch eine größere 3G-Flächendeckung auf dem Land. Nun bleibt es abzuwarten, wie Telefónica sein künftiges gemeinsames Netz weiter entwickelt. Zu hoffen bleibt vor allem, dass sich die Funkversorgung nicht wieder verschlechtert, wenn der Netzbetreiber sukzessive Senderstandorte abschaltet, um eine - nicht überall gegebene - Doppelversorgung abzubauen.

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