Flächendeckend

E-Plus und o2: Jetzt bundesweit National Roaming über GSM und UMTS

National Roaming steht in den GSM-Netzen von E-Plus und o2 ab sofort bundesweit zur Verfügung. Wir berichten über den aktuellen Stand und über die Zukunftspläne für die Netzzusammenlegung bei Telefónica.
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Wie geplant und von uns angekündigt bietet Telefónica ab sofort bundesweit National Roaming in den GSM-Netzen von E-Plus und o2 an. Das ergaben Tests in den bislang mit diesem Feature noch nicht versorgten Regionen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der nach Kundenzahlen größte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber National Roaming über UMTS eingeführt. Erfolgte die flächendeckende Freischaltung des bidirektionalen Netzroamings für 3G seinerzeit über einen Zeitraum von rund zwei Monaten, so hat der Telekommunikationsdienstleister den gleichen Schritt für die GSM-Netze nun innerhalb von weniger als zwei Wochen vollzogen.

Schon am 3. Mai wurde das National Roaming über GSM in Süddeutschland aktiviert. Der Norden und Osten der Republik folgten am vergangenen Dienstag, 10. Mai. Jetzt steht der Dienst auch im Westen Deutschlands zur Verfügung. Vor allem in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen warteten die Kunden bislang darauf, das 2G-Netz der jeweils anderen Telefónica-Marke nutzen zu können.

National Roaming auch für Partnermarken

Bundesweit National Roaming über GSMBundesweit National Roaming über GSM Neben direkten Kunden von E-Plus bzw. Base und o2 profitieren auch Nutzer von SIM-Karten der Telefónica-Partermarken vom erweiterten National Roaming. Dazu gehören unter anderem Blau und simyo, Tchibo mobil und netzclub, Aldi Talk und Fonic, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch simquadrat und sipgate team, die die Funkmasten des E-Plus-Netzes mitnutzen, die dahinterliegende Vermittlungstechnik aber selbst betreiben, sollen vom National Roaming über GSM profitieren. National Roaming über GSM steht - wie schon seit einem Jahr - das UMTS-Roaming automatisch zur Verfügung. Die Kunden müssen nicht selbst aktiv werden, um den Dienst freizuschalten. Die beiden 2G-Netze werden gleichberechtigt genutzt, eine Bevorzugung etwa des bisherigen Heimatnetzes gibt es nicht mehr. Das Netzroaming verbessert die Verfügbarkeit des Handyempfangs in ländlichen Regionen. Die Versorgung innerhalb von Gebäuden wird auch in Ballungsgebieten optimiert.

Konsolidierung läuft weiter

Während eines Gesprächs soll es ähnlich wie beim bereits bekannten National Roaming über UMTS kein Handover ins jeweils andere Telefónica-Netz geben. Ausnahmen stellen die bereits mit dem neuen, konsolidierten Netz versorgten Regionen dar, an dessen Versorgungsgrenzen Gespräche zum Teil auch in eines der beiden "alten" Netze von E-Plus und o2 übergeben werden. Die Konsolidierung läuft unabhängig vom National Roaming weiter, so dass Telefónica in einigen Jahren ein einheitliches Mobilfunknetz für alle Kunden aus den bisherigen Netzen von E-Plus und o2 betreiben wird.

Ab Juli sollen die Kunden aus beiden Telefónica-Netzen ein gemeinsames LTE-Netz nutzen. Das sieht in der Praxis so aus, dass Nutzer mit einer SIM-Karte aus dem E-Plus-Netz für das 4G-Netz von o2 freigeschaltet werden. Das bisherige LTE-Netz von E-Plus wird im Gegenzug abgeschaltet. Tests für dieses Szenario finden in einigen Regionen bereits statt. In einer weiteren Meldung berichten wir darüber, dass dies für einige Kunden zumindest vorübergehend bedeuten kann, dass der bisher mögliche LTE-Empfang nicht mehr zur Verfügung steht.

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