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Weitere E-Plus-Kunden sollen Fest­netz­nummer verlieren

Weitere frühere E-Plus-Kunden sollen auf ihre angestammte Festnetznummer auf dem Mobilfunk-Anschluss verzichten. Betroffene Nutzer erhielten entsprechende Schreiben von ihrer Kundenbetreuung.
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Im März sorgte eine Ankündigung von Telefónica für Aufsehen, nach der einige Kunden von Marken der früheren E-Plus Gruppe ihre Festnetznummern auf dem Mobilfunkanschluss verlieren sollten. In einer Fachhandelsinformation informierte der Münchner Telekommunikationsdienstleister kurze Zeit später, etwa 1200 Nutzer, die Kunde bei o2, Ay Yildiz und aetkaSMART sind, könnten ihre angestammten Festnetznummern nun doch behalten.

Nun verschickt aber beispielsweise die Kundenbetreuung von aetkaSMART Schreiben, in denen den Vertragspartnern nun doch angekündigt wird, die bisherige Festnetznummer mit bundesweiter Homezone werde "aus technischen Gründen" in den nächsten Wochen durch eine neue Rufnummer ersetzt. Mit diesem Schritt wolle das Unternehmen die Erreichbarkeit des Kunden auch in Zukunft gewährleisten.

Multiconnect will höhere Einnahmen

Neuer Streit um E-Plus-Festnetznummern von MulticonnectNeuer Streit um E-Plus-Festnetznummern von Multiconnect E-Plus war - anders als Telekom, Vodafone und o2 - auf einen Kooperationspartner zur Realisierung der Festnetznummer auf dem Handy angewiesen, da der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber über keine eigene Festnetz-Infrastruktur verfügt hat. So wurden die Telefonnummern in Kooperation mit Multiconnect geschaltet, das nun offenbar neue Pläne hat.

Kaum kündigte Telefónica im März die Rufnummernänderung an, erklärte sich Multiconnect bereit, die Telefonnummern der Kunden zu "retten". Dazu sollen die Kunden monatlich 3,29 Euro zahlen. Die Nummern würden in diesem Fall auf dem gleichen Anschluss aufgeschaltet bleiben, über den sie bislang erreichbar waren. Sprich: Die ganze Aktion soll offenbar der Gewinnmaximierung bei Multiconnect dienen - zum Leidwesen der Kunden und auch von Telefónica, zu der die E-Plus Gruppe seit Herbst 2014 gehört.

Umstellung nur nach Zustimmung der Kunden

aetkaSMART fordert die Kunden auf, der Umstellung zuzustimmen und nennt eine gebührenfrei erreichbare Rufnummer, unter der sich die Kunden mit ihrem Provider in Verbindung setzen können. Auch ein eventueller Telefonbucheintrag werde aktualisiert und die bisherige Festnetznummer bleibe für mindestens sechs Wochen parallel aktiv. Der Anbieter weist zudem darauf hin, dass auch eventuelle weitere aetkaSMART-Festnetznummern von der Umstellung betroffen seien.

Die Alternative wäre die Portierung der betroffenen Rufnummer von Multiconnect zu Telefónica. Zu diesem Zweck müssten die Kunden ein entsprechendes Formular ausfüllen und an ihren Provider einsenden. Unverständlich ist es in diesem Zusammenhang, dass aetkaSMART diese Option im Schreiben an die Kunden nicht nennt und auch die telefonische Hotline hierzu zum Teil falsche Angaben macht.

Eine Übersicht zu Mobilfunk-Tarifen mit Homezone und Festnetznummer haben wir auch in einem Ratgeber zusammengefasst.

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