UMTS

Test: Mobiles Internet bei E-Plus nach Freigabe von bis zu 42 MBit/s

E-Plus bietet jetzt bis zu 42 MBit/s für alle Kunden an. Wir haben getestet, welche Performance tatsächlich über UMTS erreicht wird.
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Wie berichtet bietet E-Plus allen Kunden seit dem 1. Dezember einen ungedrosselten mobilen Internet-Zugang an. Bis zu 42 MBit/s im Downstream sind theoretisch möglich, sofern die UMTS-Funkzelle, bei der man gerade eingebucht ist, den sogenannten DC-HSPA-Standard unterstützt, die Basisstation und die dahinterliegenden Netzelemente die hohe Performance auch wirklich hergeben und auch das Endgerät für DC-HSPA geeignet ist.

Wir haben in der ersten Woche nach Freischaltung des kostenlosen Speed-Upgrades für alle Kunden, das zunächst bis Ende Juni 2014 gilt, Tests in verschiedenen deutschen Städten vorgenommen. Dabei haben wir eine Original-Base-SIM-Karte von E-Plus sowie parallel eine Prepaidkarte des virtuellen Netzbetreibers sipgate (simquadrat) verwendet. Als Testgeräte dienten das Apple iPhone 5S und das Apple iPhone 5C, die beide für DC-HSPA ausgelegt sind, so dass die von E-Plus gebotene Übertragungsgeschwindigkeit auch vom jeweiligen Smartphone unterstützt wird.

E-Plus hat DC-HSPA für alle Kunden freigeschaltetE-Plus hat DC-HSPA für alle Kunden freigeschaltet Im Laufe der Tests stellte sich heraus, dass E-Plus für den Internet-Zugang in der Tat nicht mehr zwischen Vertrags- und Prepaidkunden oder zwischen Original-Netzbetreiber- und Discounter-SIM-Karten unterscheidet. Die Messergebnisse waren mit Base und simquadrat annähernd identisch.

In Frankfurt am Main kam fast LTE-Feeling auf

Der erste Test führte uns nach Frankfurt am Main. Hier kamen wir je nach Standort auf Downloadraten zwischen 9 und 25 MBit/s. Im Upstream erreichten wir zwischen 2 und 3 MBit/s und die Pingzeiten lagen zwischen 50 und 80 ms. Die Downloadwerte lagen zwar deutlich hinter dem vom Netzbetreiber beworbenen Höchstwert. Dennoch sind bis zu 25 MBit/s im UMTS-Netz ein sehr ordentlicher Wert. Deutlich schlechter waren die Messwerte am Frankfurter Flughafen. Am Rhein-Main International Airport kamen wir zum Teil nicht über 3 oder 4 MBit/s im Downstream hinaus. Hier war das Netz offenbar überlastet, zumal Uploads teilweise schneller als Downloads durchgeführt werden konnten. Die Pingzeiten lagen oft weit oberhalb von 100 ms. Hier hat das Performance-Upgrade also für die Nutzer nicht viel gebracht. Dabei ist zu bedenken, dass es sich jeweils um Momentaufnahmen zum Zeitpunkt unseres Tests handelt.

Nur 6 bis 11 MBit/s in Wiesbaden

Den nächsten Test führten wir weiter westlich in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden durch. Auch hier kamen wir nicht annähernd auf die guten Übertragungsraten, die wir in Frankfurt am Main erreicht hatten. Im Downstream lagen die Messwerte zwischen 6 und 11 MBit/s, während der Upstream zwischen mageren 700 kBit/s und rund 2 MBit/s lag. Die Pingzeiten waren mit 55 bis 70 ms teilweise sogar besser als in Frankfurt am Main.

Auf Seite 2 lesen Sie, welche Ergebnisse wir bei der mobilen Internet-Nutzung im E-Plus-Netz in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erzielt haben.

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