Netztest

Mobiles Internet im Netz von E-Plus im Test

Nach den Netzen von Telekom, Vodafone und o2 wollten wir wissen, wie gut sich der mobile Internet-Zugang bei E-Plus nutzen lässt. In den vergangenen Wochen waren wir mit dem HTC One M9 und mit dem Apple iPhone 6 für entsprechende Tests unterwegs.
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In den vergangenen Wochen waren wir in verschiedenen Teilen Deutschlands unterwegs, um den mobilen Internet-Zugang in den deutschen Mobilfunknetzen unter die Lupe zu nehmen. Dabei haben wir o2 und E-Plus weiterhin als getrennte Netze behandelt, obwohl E-Plus seit Oktober vergangenen Jahres genauso wie o2 zu Telefónica Germany gehört und die beiden Marken seit dem Frühjahr National Roaming anbieten.

Das National Roaming umfasst allerdings nur das UMTS-Netz. So haben E-Plus-Kunden die Möglichkeit, das 3G-Netz von o2 mitzunutzen und umgekehrt. Nicht angeboten wird das National Roaming für GSM und LTE. Dafür ist es geplant, bis zum Sommer kommenden Jahres die 4G-Netze der beiden Telefónica-Netze zusammenzulegen.

Zwei Smartphones in Betrieb für den Test

Netztest bei E-Plus mit zwei SmartphonesNetztest bei E-Plus mit zwei Smartphones Wie für die Tests in den anderen deutschen Mobilfunknetzen waren wir auch im E-Plus-Netz mit dem HTC One M9 und dem Apple iPhone 6 unterwegs, um Smartphones der beiden größten mobilen Plattformen zu verwenden. Wie schon im o2-Netz hat die Möglichkeit, mit dem HTC One M9 auch LTE Cat. 6 zu nutzen, keine Bedeutung, denn diesen Standard bietet E-Plus bislang nicht an.

Ohnehin ist E-Plus der LTE-Spätstarter unter den deutschen Mobilfunk-Anbietern. Erst im März vergangenen Jahres hatte der seinerzeit noch eigenständige Netzbetreiber sein 4G-Netz für die Öffentlichkeit freigegeben, nachdem es einige Jahre zuvor bereits erste Tests gab. E-Plus hatte sich bei der LTE-Frequenzauktion frühzeitig zurückgezogen und keine Kapazitäten im Bereich von 800 MHz ersteigert. Damit fehlen dem Unternehmen die wichtigen Frequenzen für die Flächenversorgung auf dem Land.

LTE nur auf 1800 MHz

Das LTE-Netz von E-Plus funkt ausschließlich auf 1800 MHz, wo neben den Düsseldorfern bislang nur die Deutsche Telekom mit 4G am Start ist. Zudem versteht E-Plus sein LTE-Netz als Ergänzung zu UMTS, um weitere Kapazitäten für den mobilen Internet-Zugang zu schaffen. So ist das 4G-Netz von E-Plus in der Regel nur dort verfügbar, wo das Unternehmen auch mit UMTS vertreten ist. Zusätzliche Regionen mit mobilem Breitband-Internet - wie in den drei anderen deutschen Netzen üblich - werden bei E-Plus nicht erschlossen.

Den Kunden kommt zunächst bis zum Jahresende die Aktion Highspeed für Jedermann zugute. Unabhängig davon, ob es sich um Prepaid- oder Vertragskunden handelt oder ob der Nutzer einer Discounter-SIM verwendet, steht demnach das LTE-Netz zur Verfügung. Darüber hinaus können die Anwender jederzeit die bestmögliche an ihrem Aufenthaltsort verfügbare Bandbreite nutzen.

Auf Seite 2 berichten wir darüber, wo wir das LTE-Signal von E-Plus empfangen haben und wie unsere Erfahrungen bei der mobilen Internet-Nutzung ausgesehen haben.

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