LTE-Test

E-Plus startet LTE-Testnetz in Chemnitz

Gemeinsames Forschungsprojekt mit der TU Chemnitz und weiteren Partnern
Von Marc Kessler

LTE-Testnetz-Start Die offizielle Inbetriebnahme
des LTE-Testnetzes
Von links nach rechts: Dr. Eberhard Alles (Kanzler TU Chemnitz), Prof. Dr. Albrecht Mugler (Mugler AG), Prof. Dr. Ulrich Heinkel (TU Chemnitz), Rafal Markiewicz (CTO E-Plus) und Dr. Ingo Goldenberg (Nokia Siemens Networks)
Foto: E-Plus-Gruppe
Die E-Plus-Gruppe hat heute ein LTE-Testnetz auf dem Gelände der Technischen Universität Chemnitz in Betrieb genommen. Das LTE-Netz wurde von der sächsischen Mugler AG und dem Düsseldorfer Netzbetreiber entwickelt und mit der LTE-Technik von Nokia Siemens Networks (NSN) ausgerüstet. Die TU Chemnitz wird das Projekt wissenschaftlich begleiten - unter anderem sollen 300 Nutzer das LTE-Netz testen.

Mit dem Betrieb des LTE-Testnetzes will E-Plus "belastbare Forschungsergebnisse über die Sicht der Kunden auf die Nutzung des Hochgeschwindigkeitsnetzes LTE" erhalten. Hierfür investiert der Mobilfunk-Netzbetreiber zusammen mit Nokia Siemens Networks gut 2 Millionen Euro für das zunächst auf vier Jahre angelegte Forschungsprojekt.

Netzausbau soll "positives Kundenerlebnis" befördern

LTE-Testnetz-Start Die offizielle Inbetriebnahme
des LTE-Testnetzes
Von links nach rechts: Dr. Eberhard Alles (Kanzler TU Chemnitz), Prof. Dr. Albrecht Mugler (Mugler AG), Prof. Dr. Ulrich Heinkel (TU Chemnitz), Rafal Markiewicz (CTO E-Plus) und Dr. Ingo Goldenberg (Nokia Siemens Networks)
Foto: E-Plus-Gruppe
"Wir möchten genau wissen, welche Aspekte beim Netzausbau für ein positives Kundenerlebnis entscheidend sind. Die Forscher der TU Chemnitz entwickeln für uns neue Methoden zur Qualitätsmessung und werden dabei erstmals die tatsächliche Kundensicht detailliert abbilden", sagte Rafal Markiewicz, Chief Technology Officer (CTO) der E-Plus Gruppe.

Der Wissenschaftler der TU Chemnitz, Prof. Dr. Ulrich Heinkel, der die Professur für "Schaltkreis- und Systementwurf" innehat, ergänzt: "Unser Ziel ist es, möglichst viele Erkenntnisse zur Verbesserung von nutzerzentrierten Mobilfunknetzen und -diensten zusammenzutragen."

Ziel ist weiterhin "bestes Datennetz aus Kundensicht"

Dabei erwartet man sich bei E-Plus "grundlegende Erkenntnisse über die Kundenrelevanz moderner Mobilfunknetze. "Denn erstmals stehen die aktuellen Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt netztechnischer Forschungen." Die Ergebnisse der Untersuchung will E-Plus in seine Planungen zur künftigen Netzgestaltung mit einfließen lassen, um - so der Konzern - "das beste Datennetz aus Kundensicht" realisieren zu können.

Wie berichtet, hat E-Plus im Frühjahr dieses Jahres bereits mit LTE-Feldtests in Wachtendonk, Cloppenburg und Düsseldorf begonnen. Dort testet das Unternehmen die LTE-Techniken FDD-LTE und TD-LTE auf den Frequenzbändern bei 1,8 GHz, 2,1 GHz und 2,6 GHz. Im Gegensatz zur herkömmlichen FDD-Technik, bei der getrennte Frequenzen benutzt werden, findet bei TD-LTE nur eine zeitliche Trennung statt ("Time Division"). Die Methode ist technisch zwar aufwändiger und auch störanfälliger, jedoch wird das Frequenzspektrum effektiver ausgenutzt.

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