Test

4G LTE im E-Plus-Netz in Berlin im Test

Seit dieser Woche haben E-Plus-Kunden die Möglichkeit, LTE zu nutzen. Wir haben den mobilen Internet-Zugang getestet. In unserem Bericht zum LTE-Test in Berlin erfahren Sie, wo das Netz in welcher Qualität verfügbar ist und wie schnell wir über LTE von E-Plus surfen konnten.
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Die gemessenen Datenraten waren während unseres Tests sehr unterschiedlich. Bei schwachem Empfang im fahrenden Auto erreichten wir zum Teil nur 2 bis 3 MBit/s, bei sehr gutem Empfang kamen wir auf knapp 67 MBit/s im Downstream. Das dürfte das Maximum dessen sein, was aus einem 10-MHz-Frequenzblock, wie ihn E-Plus derzeit für LTE einsetzt, herauszuholen ist.

In anderen 10-MHz-LTE-Frequenzblöcken erreichten wir bei früheren Tests in der Regel rund 30 bis 50 MBit/s. Somit ist der E-Plus-Wert vergleichsweise gut. Dabei gilt es zu bedenken, dass vermutlich noch nicht sehr viele Kunden das 4G-Netz von E-Plus nutzen. Einige Smartphones eignen sich nicht oder noch nicht zur Verwendung des Netzes, viele Discounter-Karten-Besitzer dürften zudem mit preiswerten Smartphones unterwegs sein, die über kein LTE-Funkmodul verfügen. Guter Empfang und gute Messwerte mit Apple iPad Air direkt vor dem InnenministeriumGuter Empfang und gute Messwerte mit Apple iPad Air direkt vor dem Innenministerium

Einige Testergebnisse im Überblick

In einem Restaurant am Potsdamer Platz konnte die Datenübertragungsrate im Test nicht überzeugen. Im Downstream kamen wir auf 5 MBit/s, während Uploads mit 1,5 MBit/s möglich waren. Am Alexanderplatz erreichten wir sowohl bei Uploads als auch im Downstream gute Werte. Downloads waren mit 25 MBit/s möglich, im Upstream kamen wir auf 20 MBit/s.

Recht gut war die Performance auch bei einem Test in der Wilhelmstraße. Hier erreichten wir 15 MBit/s im Downstream und 8 MBit/s im Upstream. In Gropiusstadt lagen die Downloadraten bei bis zu 40 MBit/s, während Uploads mit 20 MBit/s möglich waren. Die Ansprechzeiten um 45 ms waren ebenfalls deutlich besser als im UMTS-Netz von E-Plus, wo der Ping oft nur bei 90 ms und noch höheren Werten lag.

Spitzenwerte am Innenministerium

In der Nähe des Innenministeriums erreichten wir sogar 67 MBit/s im Downstream und 20 MBit/s im Upstream beim Test mit dem iPad Air. Die Ping-Werte lagen hier zwischen 49 und 68 ms. Hier standen wir allerdings offenbar auch in unmittelbarer Nähe einer Basisstation. Das Tablet buchte sich sofort ins 4G-Netz ein, das stets Vollausschlag auf dem S-Meter bot und somit sehr gut zu empfangen war.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Netzabdeckung bei E-Plus zum Start schon etwas besser ist als das, was beispielsweise o2 zum LTE-Start in Nürnberg anbot - vor eineinhalb Jahren eine von zwei Städten, in denen der Münchner Betreiber mit 4G loslegte. Allerdings hatte E-Plus natürlich auch mehr Vorlaufzeit. So konnten erste LTE-Funkzellen von E-Plus schon vor mehr als einem halben Jahr erspäht werden. Nur das Einbuchen war noch nicht möglich. Die Datenraten von typischerweise zwischen 20 und 60 MBit/s im Downstream bei guter Funkversorgung sind ebenfalls gut. Abzuwarten bleibt, wie schnell der weitere Netzausbau erfolgt und wie sich die Performance entwickelt, wenn mehr Kunden auf LTE eingebucht sind.

Wie unsere Erfahrungen mit LTE im E-Plus-Netz mit unterschiedlichen Geräten waren, lesen Sie in einer weiteren Meldung.

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