Gebotsrückgabe

Auktion: E-Plus verzichtet aktuell auf einen 800-MHz-Block

Düsseldorfer geben Gebot zurück, können aber weiter bieten
Von Thorsten Neuhetzki
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Block B des 800-MHz-Bereich hat aktuell keinen Höchstbietenden. Das zuletzt bietende Unternehemen E-Plus hat das Gebot zurückgegeben. Wir erklären Ihnen, welche Hintergründe und Folgen dieses hat und warum es sich dabei nur um einen Schachzug des Mobilfunkanbieters handeln könnte.

8,625 Millionen Euro hätten die 2 mal 5 MHz Bandbreite gekostet, die E-Plus für den Block B hätte zahlen müssen. Doch die Düsseldorfer verzichten auf den Block und haben ihr Gebot zurück gezogen. Zahlen müssten Sie derzeit trotzdem - zumindest einen Teil. Wie ein Sprecher der Bundesnetzagentur gegenüber teltarif.de erläuterte, würde die Frequenz in einer neuen Auktion unter den Hammer kommen, wäre jetzt Schluss und Block B hätte keinen neuen Besitzer. E-Plus muss dann die Differenz zwischen den 8,625 Millionen Euro und dem neuen Gebot zahlen, sofern das neue Gebot niedriger liegt.

Will einer der jetzt beeiligten Anbieter auf den Block steigern, so muss der die 8,625 Millionen Euro plus die vom Auktionator festgelegte Mindesterhöhung zahlen. E-Plus müsste dann nichts auf den Tisch legen. Auch E-Plus selbst könnte wieder auf den Block B bieten.

Rückgabe des Gebotes hat noch nichts zu bedeuten

Doch warum zieht E-Plus ein Gebot zurück? Nach Erklärungen des Regulierers liegt dieses an den vorab erworbenen Bietrechten. Alle Anbieter haben nur eine gewisse Anzahl an Bietrechten. Für diesen Block würden, da es sich um eine gepaarte Frequenz handelt, zwei Bietrechte benötigt. Wieviele Bietrechte die einzelnen Unternehmen haben, ist geheim und nur dem Auktionator und dem jeweiligen Bieter bekannt. Möchte E-Plus nun auf andere Frequenzblöcke bieten, hat aber keine Bietrechte mehr frei, so muss das Unternehmen entsprechend Gebote zurückgeben.

Möglich aber auch, dass E-Plus mit der Rückgabe signalisieren will, dass man kein ernsthaftes Interesse mehr an dem Block hat und hofft, dass jemand anderes bietet. E-Plus hätte dadurch die 8,625 Millionen Euro Finanzmittel wieder zur Verfügung. Wichtig ist unterm Strich aber: Die Rückgabe dieses Gebotes hat aktuell noch gar nichts zu bedeuten und wird in den kommenden Tagen auch noch häufiger vorkommen. Denn jeder Bieter darf dieses in zehn Auktionsrunden tun.

Mehr Hintergründe zu der Aktion lesen Sie in einer News zum Start am gestrigen Montag.

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