Comeback

Base Prepaid: Nach Migration verlorene Optionen kommen zurück

Bisherige Base-Prepaidkunden sollen die nach der Migration zu o2 verlorengegangenen Optionen zurückbekommen. Bei der Umstellung von Vertragskunden kam es vor einigen Monaten zu ähnlichen Problemen.
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Wie berichtet hat Telefónica in der vergangenen Woche damit begonnen, nach Kunden mit einem festen Vertragsverhältnis auch Besitzer von Prepaidkarten von früheren, noch aus Zeiten der eigenständigen E-Plus Gruppe stammenden Marken auf andere Anbieter innerhalb der Telefónica-Gruppe umzustellen. So werden bisherige simyo-Nutzer nun Kunden von Blau. Wer eine Prepaidkarte von E-Plus oder Base nutzt, wird auf o2 umgestellt.

Wie im Postpaidbereich sollen auch Prepaidkunden ihre bisherigen Tarife und Optionen auch unter der neuen Marke weiter nutzen können. Das klappte allerdings in vielen Fällen nicht. Selbst die Namen der Kunden wurden bei der Migration zu o2 teilweise "verbogen" - und sei es nur durch eine Verwechslung von Vor- und Nachnamen.

Weit schwerwiegender ist wiederum das Problem, dass bei der Migration auch bisher gebuchte Optionen verlorengingen, die die Kunden weiter nutzen möchte. Das sorgte zum Teil dafür, dass das Guthaben der Nutzer automatisch "geschrumpft" ist, weil eine zuvor genutzte Datenoption plötzlich nicht mehr gebucht war, so dass die Abrechnung nach dem GPRS-by-Call-Tarif erfolgt ist.

Pressestelle: "Optionen werden reaktiviert"

Telefónica will Probleme nach Markenwechsel lösenTelefónica will Probleme nach Markenwechsel lösen Die Telefónica-Pressestelle teilte auf Anfrage von teltarif.de mit, dass die Kunden nicht nur ihr Guthaben zurückbekommen, sondern auch frühere Optionen wieder in die Systeme eingepflegt werden. Das betrifft auch Spezialfälle wie eine nur kurzzeitig im Rahmen eines Tests vermarktete Daten-Flatrate mit 50 GB monatlichem Highspeed-Datenvolumen für 10 Euro pro Monat.

Der Zeitrahmen für die Umsetzung dieser Pläne ist nicht bekannt. Allerdings gibt es bereits erste positive Rückmeldungen von Kunden, die zumindest ihr Guthaben zurückerhalten haben. Andere Nutzer bekamen von der Kundenbetreuung bis zu einer endgültigen Lösung eine unbegrenzte Daten-Flatrate eingerichtet, wieder andere Anwender haben zunächst ein 500-MB-Paket eingeräumt bekommen, so dass der Internet-Zugang zumindest vorerst wieder genutzt werden kann.

Mit der Migration der Vertragskunden hatte Telefónica bereits vor mehr als einem halben Jahr begonnen. Auch dabei kam es zu Problemen. So mussten die Nutzer plötzlich mit nur noch 1 GB Highspeed-Datenvolumen im Ausland auskommen, wie in der EU-Flat von o2 üblich, obwohl sie zuvor beispielsweise 3 oder 5 GB Volumen zur Verfügung hatten, die auch im Ausland genutzt werden konnten.

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