Verschlechterung

Tarifwechsel für E-Plus-Bestandskunden nur noch mit Daten-Automatik

Für Bestandskunden von E-Plus und Base wird im Zuge eines Tarifwechsels künftig generell die Daten-Automatik aktiviert. Wir berichten darüber, welche Kosten dadurch auf die Kunden zukommen können und welche Nutzer derzeit noch um die Daten-Automatik herumkommen.
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Vor rund einem Jahr hat E-Plus die Daten-Automatik eingeführt. Das Feature war zu Beginn optional zu bekommen, wird aber nun für immer mehr Kunden verpflichtend. Wie der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber gegenüber dem Fachhandel mitteilte, sind Tarifwechsel für Bestandskunden ab 1. April nur noch mit gleichzeitiger Aktivierung der Daten-Automatik möglich.

Wie das Unternehmen weiter erläuterte, sind alle E-Plus- und Base-Tarife von dieser Änderung betroffen. Dabei spiele es keine Rolle, ob der Kunde eine Internet Flat Plus oder eine Internet Flat Inklusive Plus nutzt. Zudem gebe es keine Wahlmöglichkeit und keine Ausnahmen mehr. Der Netzbetreiber passe die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu seinen Tarifen entsprechend an.

Vor- und Nachteile der Daten-Automatik

E-Plus und Base machen die Daten-Automatik verpflichtendE-Plus und Base machen die Daten-Automatik verpflichtend Die Daten-Automatik ist einerseits praktisch. So hebt E-Plus hervor, dass die Kunden immer die für sie am besten passende Daten-Option nutzen würden. Allerdings bedeutet das automatische Nachbuchen von Highspeed-Datenvolumen bzw. die automatische Umstellung auf eine höherwertige Internet-Flatrate auch eine Kostenfalle.

Bei anderen Anbietern, die das Nachbuchen von ungedrosseltem Datenvolumen anbieten, hat der Nutzer selbst die Möglichkeit, zu entscheiden, ob er dieses Angebot annimmt oder ob er bis zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums mit einem gedrosselten mobilen Internet-Zugang lebt. E-Plus und Base buchen dagegen nach Verbrauch des im Tarif enthaltenen ungedrosselten Inklusivvolumens automatisch Highspeed-Volumen nach.

Diese Kosten können auf die Kunden zukommen

Pro Monat wird mit der Daten-Automatik maximal drei Mal ein zusätzliches 100-MB-Paket hinzugebucht. Dabei werden jeweils 2 Euro zusätzliche Grundgebühr berechnet, so dass die maximalen Extra-Kosten bei 6 Euro im Monat liegen. Allerdings haben die Nutzer weder die Möglichkeit, die automatische Buchung dieses Zusatz-Volumens zu verhindern, noch besteht die Chance, nach Verbrauch dieser zusätzlichen 300 MB noch weiteres ungedrosseltes Übertragungsvolumen nachzubestellen.

Dazu kommt, dass Kunden, die den Internet-Zugang regelmäßig intensiver nutzen, mit einer automatischen Umstellung in eine höherwertige Datenoption rechnen müssen. So heißt es in der Leistungsbeschreibung zur Daten-Automatik: "Wird das maximale zusätzliche Daten-Automatik Volumen (dreimal mal 100 MB) in zwei aufeinanderfolgenden Monaten vollumfänglich ausgeschöpft, erfolgt ein automatisches Upgrade basierend auf dem bisher verbrauchten Datenvolumen in die nächst-höhere Datenoption zu dem für die höhere Datenoption geltenden Preis."

E-Plus will betroffene Kunden über die Änderung ihres Tarifs per SMS informieren. Zurücknehmen lässt sich dieses Tarif-Upgrade aber nicht, da es fester Vertragsbestandteil ist und eine 24-monatige Mindestlaufzeit (bzw. eine Mindestlaufzeit bis zum Ende der Laufzeit des Hauptvertrags) hat. Neukunden können derzeit in den aktuellen Base-Tarifen noch wählen, ob sie die Daten-Automatik haben möchten oder nicht. Allerdings ist es offenbar nur eine Frage der Zeit, bis auch diese Möglichkeit entfällt.

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