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E-Plus-Festnetznummer: Einige Nummern sollen bleiben

Wir berichten darüber, welche Kunden aus dem früheren E-Plus-Netz ihre bisherigen Festnetznummern behalten sollen. Auch für alle anderen Betroffenen gibt es eine Lösung.
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Wie berichtet hatte Telefónica gegenüber dem Fachhandel angekündigt, dass zahlreiche Kunden früherer E-Plus-Marken ihre bisherigen mobilen Festnetznummern verlieren sollen. Zumindest für einige der Betroffenen machte der nach Kundenzahlen größte deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber jetzt einen Rückzieher, wie erneut einer Information für Fachhändler zu entnehmen ist, die der teltarif.de-Redaktion vorliegt.

Wörtlich heißt es hier: "Etwa 1200 Kunden (o2, Ay Yildiz, aetkaSMART), die die Festnetznummer besonders stark nutzen, wurden ab KW10 per E-Mail und Brief kontaktiert. Diese Kunden behalten ihre Rufnummer, müssen aber ein Portierungsformular ausfüllen und zurücksenden."

Für die mehr als 90 000 weiteren betroffenen Kunden hält Telefónica offiziell an einem Rufnummernwechsel fest. Allerdings verweist die Münchner Telefongesellschaft erneut auf die gebührenfreie Hotline-Nummer 0800 1004105. Dort werde "eine individuelle Lösung" für die Nutzer gesucht, zu der der Netzbetreiber in der Händlerinformation aber keine weiteren Angaben gemacht hat.

Möglicher Hintergrund für Rufnummernwechsel

Verwirrung um mobile FestnetznummernVerwirrung um mobile Festnetznummern Hintergrund der Maßnahme ist möglicherweise, dass E-Plus selbst kein Festnetz betrieben und die Rufnummern für die "bundesweite Homezone" über Multiconnect, einen externen Dienstleister, realisiert hatte. Wenn jetzt der Vertrag der nun zu Telefónica gehörenden früheren E-Plus Gruppe mit diesem Dienstleister endet, müssten die Rufnummern zu Telefónica oder einem anderen Kooperationspartner portiert werden.

Eine solche Rufnummernmitnahme wäre bei einer fünfstelligen Anzahl betroffener Kunden für Telefónica recht kostspielig und zudem ein nicht unerheblicher technischer Aufwand. Die Telefónica-Pressestelle hat diesen Hintergrund nicht bestätigt. Dennoch ist es aus Anbietersicht nachvollziehbar, dass zunächst abgefragt wird, welche Nutzer auf die angestammte Festnetznummer überhaupt angewiesen sind, welche Kunden mit einer Änderung einverstanden wären oder die Nummer schlicht vielleicht gar nicht benötigen.

Weniger erfreulich ist es allerdings, dass Telefónica den betroffenen Kunden suggeriert, die Änderung sei alternativlos. Nur in Eskalationsfällen wird offenbar die Portierung und demnach die Beibehaltung der angestammten Rufnummer angeboten. Ausnahme sind die gegenüber dem Fachhandel erwähnten 1200 Kunden, deren Festnetznummern in jedem Fall beibehalten werden, sofern die Nutzer ein ausgefülltes Portierungsformular zurücksenden.

Mobile Festnetznummer verliert an Bedeutung

Viag Interkom, die heutige o2, war mit Genion 1999 der erste deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber, der eine Festnetznummer auf dem Handy anbot. Telekom, Vodafone und E-Plus zogen später nach. Die Kunden profitierten so von der Möglichkeit der günstigen Erreichbarkeit auf dem Mobilfunkanschluss. In Zeiten von Allnet-Flats hat die mobile Festnetznummer allerdings an Bedeutung verloren.

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