Zwangsumstellung

Tausende frühere E-Plus-Kunden verlieren bisherige Festnetznummer

Technisch migrierte Kunden von E-Plus, Ay Ylidiz und aetka smart sollen ihre bisherige Festnetznummer verlieren. Für Härtefälle steht eine gebührenfreie Hotline zur Verfügung
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Vielen Mobilfunkkunden von Telefónica sollen ihre Festnetznummer auf dem Handyanschluss verlieren. Das teilte die Münchner Telefongesellschaft in einer Händlerinformation mit. Betroffen seien 92 000 ehemalige Kunden mit einem Postpaid-Vertrag von E-Plus, etwa 2700 frühere Ay-Yildiz-Kunden und zirka 1300 Nutzer, die einen aetka-smart-Vertrag genutzt haben.

Ab sofort und im Zeitraum bis Mitte Mai sollen alle betroffenen Kunden telefonisch oder auf dem Postweg über die Änderung informiert werden. Die dauerhafte Erreichbarkeit auf einer Festnetznummer sei nur durch den Austausch derselben gewährleistet. Dies habe technische Gründe, die vom Netzbetreiber nicht weiter erläutert wurden.

Telefónica-Kunden sollen bisherige Festnetznummer verlierenTelefónica-Kunden sollen bisherige Festnetznummer verlieren Die weiteren Vertragsbestandteile sollen unverändert bleiben und für den Wechsel der mobilen Festnetznummer würden keine Kosten anfallen. Darüber hinaus werde die alte Festnetznummer für mindestens sechs Wochen parallel zur neuen Rufnummer erreichbar bleiben. Sobald die neue Telefonnummer aufgeschaltet ist, will o2 diese dem Kunden per SMS mitteilen. Zudem sei die Änderung auch im passwortgeschützten Kundenmenü der o2-Webseite ersichtlich. Ein für die Rufnummer existierender Telefonbucheintrag werde automatisch und kostenfrei angepasst.

Hotline für "individuelle Lösungen"

Wie der Münchner Mobilfunk-Netzbetreiber weiter mitteilte, müssen die Kunden der Umstellung zustimmen. Für betroffene Nutzer, denen es nach eigenen Angaben unmöglich ist, auf ihre bestehende Rufnummer zu verzichten, hat o2 eine Hotline unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 1004105 eingerichtet, die "individuelle Lösungen" unterbreite.

Händlerinformation zur geplanten UmstellungHändlerinformation zur geplanten Umstellung Betroffen von der Umstellung sind nach Telefónica-Angaben nur Kunden, die technisch migriert wurden und kein Umstellungsangebot etwa auf einen neuen Tarif von o2 angenommen haben. Für Interessenten, die freiwillig in einen o2-Vertrag gewechselt sind, war die Mitnahme der früheren E-Plus-Festnetznummer offiziell gar nicht vorgesehen. Kunden, die ihre Nummer behalten wollten, konnten diese jedoch zu o2 portieren. Allerdings führte das zumindest teilweise dazu, dass die Rufnummer für einige Tage nicht erreichbar war.

Im vergangenen Jahr hat Telefónica alle Kunden auf eine einheitliche Plattform migriert. Das bedeutete vor allem für Nutzer mit Verträgen und Prepaidkarten aus dem früheren E-Plus-Netz die Umstellung auf neue Marken. Die Tarife konnten in der Regel übernommen werden, wobei das in vielen Fällen nicht ganz reibungslos geklappt hat. In einer weiteren Meldung lesen Sie mehr zur Migration aller Telefónica-Kunden auf eine einheitliche Plattform und dazu, welche Vorteile - auch für die Kunden - sich der Netzbetreiber davon verspricht.

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