Ratgeber Tablet-TV

DVB-T auf iPad und Android-Tablet nutzen: Diese Möglichkeiten gibt es

Fernsehen per DVB-T ist ein Feature, das bislang nicht auf Tablets Einzug gehalten hat, obwohl sich gerade Geräte ab 10 Zoll perfekt dafür eignen würden. Wie Fernsehen auf dem Tablet ohne Internet mit externer Hardware klappt, erläutern wir in diesem Ratgeber.
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Mobile DVB-T-Empfänger für digitales Fernsehen unterwegs gibt es schon seit Jahren - und sie funktionieren beschwerdefrei, solange die terrestrische Funkversorgung stimmt und der Akku nicht frühzeitig schlapp macht. Doch in Tablets hat die Technik bislang nicht Einzug gehalten, obwohl gerade Tablets ab 10 Zoll Bildschirmdiagonale - oder seit der CES sogar mit 12,2 Zoll - für TV-Nachrichten, kurze Reportagen oder einzelne Serienfolgen ausreichen würden.

Der Vorteil eines DVB-T-Adapters am Tablet liegt auf der Hand: Alle internetbasierten TV-Lösungen sind entweder nur bei einem vorhandenen WLAN sinnvoll nutzbar oder sie strapazieren das Datenvolumen des mobilen Surftarifs erheblich. Für regelmäßiges Fernsehen müsste also ein mobiler Datentarif mit mehreren Gigabyte zur Verfügung stehen, was auf die Dauer ins Geld geht. Bei einem externen DVB-T-Adapter entstehen nur einmalig Kosten - danach steht dem Fernsehgenuss fast nichts mehr im Wege.

Welcher DVB-T-Adapter ist der richtige?

DVB-T auf iPad und Android-Tablet nutzen: Diese Möglichkeiten gibt esDVB-T auf iPad und Android-Tablet nutzen: Diese Möglichkeiten gibt es Eine besondere Eigenart des Apple iPad ist es, dass es nur eine physische Datenschnittstelle hat. Bei den aktuellen Modellen ist dies der Lightning-Anschluss, bei den früheren Modellen der 30-polige Docking-Anschluss. Beim Kauf muss der Interessent also genau darauf achten, dass er einen DVB-T-Adapter mit der richtigen Schnittstelle erwischt. Und hier zeigt sich der Nachteil von Apples Produktphilosophie: Apple kann bei einer zukünftigen iPad-Generation wieder jederzeit den Anschluss verändern, was dazu führen kann, dass vorhandenes Zubehör unbrauchbar wird oder nur noch umständlich über Adapter nutzbar ist. Immerhin sind die meisten ansteckbaren DVB-T-Adapter so klein, dass sie bequem in die Hosen- oder Jackentasche passen. Bei Android-Tablets ist der Micro-USB-Port schon seit einigen Jahren der Quasi-Standard.

Wer dem Stecker-Wirrwarr entgehen will, hat die Möglichkeit, einen kabellosen DVB-T-Adapter in Form einer kleinen Box zu verwenden. In diesem Fall besteht keine Kabel- oder Steckverbindung, sondern das Signal wird kabellos per WLAN an das Tablet übertragen. Dass diese bequeme Lösung bezüglich der Energieversorgung nicht immer die beste ist, werden wir weiter unten erläutern.

Eine Auswahl momentan erhältlicher Modelle

Die Auswahl qualitativ hochwertiger DVB-T-Adapter für Tablets ist gar nicht so unüberschaubar, wie man vielleicht vermuten könnte. Von billigem Schrott, bei dem eine dauerhafte Funktion nicht gewährleistet oder der in Deutschland nicht zugelassen ist, wollen wir an dieser Stelle absehen. DVB-T auf dem iPadDVB-T auf dem iPad

Hauppauge ist nach wie vor einer der führenden Anbieter von mobilen TV-Lösungen. Der Hauppauge myTV 2Go-m ist ein ansteckbarer Adapter, den es allerdings nur ein einer Variante für den 30-poligen Apple-Anschluss gibt. Der Adapter erlaubt nicht nur die Wiedergabe, sondern auch die Aufzeichnung des Fernsehprogramms. Die Antenne hat die Form einer Schleife. Zum Abspielen des Programms muss der Nutzer eine App installieren. Das Schwesternprodukt myTV-2GO ist eine kleine Box, die kabellos mit dem Tablet kommuniziert und dazu einen eigenen WLAN-Hotspot aufbaut. Der integrierte Akku soll 3,5 Stunden durchhalten.

Einen separaten, batteriebetriebenen TV-Empfänger bietet Tizi an, und zwar noch in etwas flexiblerer Form als Hauppauge. Erstens ist für den Tizi MobileTV auch eine Android-App verfügbar und zweitens gibt es den hosentaschentauglichen Begleiter mit und ohne Aufnahmefunktion. Elgato hat mit seinem EyeTV mobile (iPad, beide Steckervarianten) und EyeTV micro (Micro-USB) an Tablet und Smartphone ansteckbare TV-Adapter im Programm. Mit EyeTV w gibt es mittlerweile auch einen kabellosen Empfänger mit WLAN-Hotspot. Ein ähnliches Produktportfolio bieten auch icube mit der Tivizen-Serie sowie Technaxx oder Pearl Auvisio.

Auf der folgenden Seite kommen wir nun zu einem praktischen Test: Anhand des Elgato EyeTV mobile, den wir am iPad ausprobiert haben, erläutern wir Vorteile und Schwächen der Technik.

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