Antennenfernsehen

Weitere Regionen bekommen diese Woche Fernsehen über DVB-T2

ARD, ZDF und freenet TV bauen die Verbreitung des digital-terrestrischen Antennenfernsehens DVB-T2 in weiteren Regionen aus. Gleichzeitig endet hier die Ausstrahlung des alten Standards DVB-T. Betroffene Haushalte brauchen neue Geräte.
AAA
Teilen (28)

In dieser Woche wird bei vielen Zuschauern, die über Antenne fernsehen und noch nicht auf DVB-T2 HD umgerüstet haben, der Bildschirm schwarz.

Umstellungen in vier Bundesländern

DVB-T2 wird ausgebautDVB-T2 wird ausgebaut In der Nacht zum Mittwoch starten ARD und ZDF das neue terrestrische Antennenfernsehen an folgenden Standorten: Augsburg, Gelbelsee und Pfaffenhofen (Bayern), Lingen, Lüneburg und Osnabrück (Niedersachsen), Bielefeld, Minden, Teutoburger Wald und Münster (Nordrhein-Westfalen) sowie Erfurt und Weimar (Thüringen). Bereits am heutigen Montag beginnt die Umstellung am Sender Hochberg (Bayern): DVB-T2 HD ist dort ab dem morgigen Dienstag verfügbar. Im Verlauf des 26. April folgt der Sender Untersberg (Bayern).

Mit DVB-T2 HD bieten ARD und ZDF eine deutlich bessere Bildqualität in Full-HD sowie eine insgesamt größere Programmauswahl - kostenfrei und unverschlüsselt. Zeitgleich mit der Umstellung auf DVB-T2 HD endet hier die Übertragung des bisherigen DVB-T-Standards. Ab dem Umstellungstermin benötigen Zuschauerinnen und Zuschauer in den oben genannten Regionen ein DVB-T2 HD-fähiges Endgerät - dies kann ein Fernseher oder eine entsprechende Set-Top-Box sein. Orientierung bei der Wahl des Gerätes bietet das grüne DVB-T2-HD-Logo. Grundsätzlich wird für den Empfang keine neue Antenne benötigt. Sollten nach der Umstellung Empfangsprobleme auftreten, wird empfohlen, die Antennenposition neu zu justieren.

Auch freenet TV baut aus

Neben ARD und ZDF startet auch das Privat-TV-Bouquet freenet TV in fünf weiteren wichtigen Regionen Deutschlands. Am 25. April kommen zum bisherigen Empfangsgebiet die Regionen Augsburg, Münster, Osnabrück, Erfurt und Weimar dazu. Mit der Inbetriebnahme der fünf neuen Standorte wächst die Zahl der Einwohner, die nun freenet TV zu Hause genießen können, um 2,5 Millionen. Das Bouquet kostet im Monat 5,75 Euro, nur drei Sender sind unverschlüsselt und damit kostenfrei zu empfangen.

Zusätzliches Programmangebot über HbbTV

So genannte Internet Link Services (ILS) ermöglichen Nutzern mit HbbTV-fähigen Endgeräten zusätzliche Programme über das Internet direkt auf den Fernsehbildschirm zu übertragen. ILS-Angebote werden bereits in den Sendegebieten des Bayerischen Rundfunks (BR), Hessischen Rundfunks (HR), des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) und des Westdeutschen Rundfunks (WDR) sowie des ZDF (freneet TV Connect) übertragen. Voraussetzung für den Empfang ist ein Empfangsgerät (Fernseher oder Set-Top-Box), das neben DVB-T2 HD zusätzlich mindestens den HbbTV-Standard 1.5 mit MPEG-DASH-Funktion unterstützt und mit dem Internet verbunden ist. Weitere Informationen zu DVB-T2 HD, zu dem notwendigen Sendersuchlauf, den Internet Link Services sowie einen DVB-T2 HD-Empfangscheck gibt es auf www.dvb-t2hd.de und www.ard-digital.de.

Teilen (28)

Mehr zum Thema Fernsehen