Antennen-TV

DVB-T2: Terrestrisches Fernsehen in Full-HD startet offiziell

Wir berichten darüber, welche Programme Sie mit welchem Equipment ab 31. Mai über DVB-T2 empfangen können. So sind beispielsweise nicht alle im Handel kursierenden Empfänger für die in Deutschland übliche Sendenorm geeignet.
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Am 31. Mai fällt der Startschuss für den offiziellen Probebetrieb für DVB-T2, nachdem Testsendungen in vielen Ballungszentren schon seit einigen Wochen zu beobachten sind. DVB-T2 löst perspektivisch das bisherige terrestrische Digital-TV ab. Der offizielle Testbetrieb bietet zunächst sechs Programme. Wer bereits einen Empfänger für den bisherigen DVB-T-Standard besitzt, muss diesen aber nicht gleich zum Sondermüll geben, denn vorerst ist das neue DVB-T2 ein zusätzliches Angebot.

Ab dem kommenden Jahr müssen Nutzer allerdings damit rechnen, dass der bisherige Standard schrittweise abgeschaltet und die Sendungen durch Abstrahlungen in der neuen Norm abgelöst werden. Dadurch verbessert sich die Übertragungsqualität deutlich, denn sowohl ARD und ZDF als auch die privaten Veranstalter RTL und ProSiebenSat.1 strahlen ihre Programme in Full-HD-Qualität aus.

Die für den alten Standard des terrestrischen digitalen Fernsehens konzipierten Receiver sind nicht aufwärtskompatibel. Umgekehrt lassen sich mit neuen Geräten für DVB-T2 auch Sendungen empfangen, die noch in der alten Norm ausgestrahlt werden. Bevor Sie sich einen neuen Empfänger zulegen, sollten Sie allerdings überprüfen, ob DVB-T2 in Ihrer Region bereits zu empfangen ist. Eine Übersicht zu den Startregionen haben wir in einer eigenen Meldung zusammengefasst.

Nicht alle DVB-T2-Empfänger sind geeignet

Offizieller Start für DVB-T2Offizieller Start für DVB-T2 Ebenfalls zu beachten gilt, dass DVB-T2 nicht gleich DVB-T2 ist. Im Ausland wird oft noch der Standard H.264 verwendet. Empfangsgeräte für diese Norm sind mit dem in Deutschland verwendeten neueren H.265 nicht kompatibel. Hinzu kommt, dass nur die Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten unverschlüsselt ausgestrahlt werden. Die privat-kommerziellen Sender werden vom Start weg verschlüsselt.

Vermarktet wird das private Programmpaket, das ab dem kommenden Jahr rund 20 Programme bieten soll, unter dem Namen FreenetTV. Wer einen Receiver - sei es einen kompletten Fernseher oder eine Set-Top-Box zum Anschluss an ein vorhandenes TV-Gerät - kauft, sollte daher unbedingt auf das FreenetTV-Logo achten. Diese Geräte bringen die Voraussetzung zum Empfang aller Programme mit.

Zum Start werden die Hauptprogramme von ARD und ZDF unverschlüsselt sowie RTL und Vox, Sat.1 und ProSieben codiert ausgestrahlt. Dabei sind alle FreenetTV-zertifizierten Empfänger für die Dauer der Einführungsphase für den Empfang der privaten Sender freigeschaltet. Später sollen für das gesamte FreenetTV-Paket monatliche Kosten zwischen 4 und 6 Euro anfallen. Dabei sickerten vor wenigen Tagen Hinweise durch, nach denen der endgültige Preis wohl eher am unteren Ende dieser Spanne angesiedelt sein wird.

Die wichtigsten Fakten zum Start des terrestrischen Fernsehens in Full-HD-Qualität haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst.

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