Fernsehen

DVB-T2 und freenet TV: Abo-Rabatt bei mehreren Geräten kommt

Beim verschlüsselten Privat-TV-Angebot freenet TV und dem Internetableger freenet TV Connect soll es bald weitere Programme geben, außerdem kommt ein Haushaltsrabatt. Im Gespräch ist auch eine Lösung für Android-Gadgets.
Von der Anga Com in Köln berichtet
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Klaus Steffens, technischer Leiter freenet TV, auf der Anga ComKlaus Steffens, technischer Leiter freenet TV, auf der Anga Com Der Netzbetreiber Media Broadcast zeigt sich sehr zufrieden mit dem Start des neuen digital-terrestrischen Antennenfernsehens DVB-T2 HD und dem Privat-TV-Angebot freenet TV. Die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 habe problemlos funktioniert, resümiert Klaus Steffens, technischer Leiter freenet TV und neuer Leiter für Bereich Produktstrategie und Innovation, im Gespräch mit teltarif.de auf der Fachmesse Anga Com in Köln. Viele Zuschauer hätten sich jedoch erst am letzten Tag zur Anschaffung neuer Hardware entschieden. Aktuell nutzten 2,2 Millionen Haushalte das neue Antennenfernsehen, davon könnten 1,7 Millionen auch das verschlüsselte Angebot von freenet TV empfangen. Bereits jetzt gebe es 200 000 Zuschauer, die das Angebot von freenet TV auch über die Gratis-Phase hinaus abonniert hätten. Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 rechnet der Netzbetreiber mit einer Zunahme der freenet TV-Kundenzahl auf über 500 000 beziehungsweise bis zum Jahresende 2017 mit einem Anstieg auf über 800 000 Abonnenten.

Countdown-Einblendung zum Ende der Gratisphase von freenet TV

Am 30. Juni 2017 endet für die ersten Zuschauer der kostenlose Zeitraum von freenet TV. Um schwarze Bildschirme und eine Überlastung des Kundenservice an diesem Tag zu verhindern, startet bei Zuschauern bereits 14 Tage zuvor ein Countdown in Form einer Einblendung. Es soll hier einen Hinweis geben, dass die kostenlose Phase abläuft und man das Angebot abonnieren muss, um RTL, Sat.1 und Co. weiter zu schauen, mit Hinweisen zu Bezugsmöglichkeiten. Zudem gebe es einen Werbespot in Form eines 15-Sekünders sowie eine crossmediale Kommunikationsoffensive , Online- und Social Media-Maßnahmen, Aktionen am Point-of-Sale und eine weitreichende Out-of-Home-Präsenz unter dem Slogan "Einfach super-scharf weiter gucken".

Für das Abo gebe es laut Steffens drei Bezugsmöglichkeiten: Voucher/Guthabenkarten für ein Jahr, die es für 69 Euro im Fachhandel gibt, so genannte eVoucher, die es auf der Homepage www.freenettv.de zu erwerben gibt oder die Möglichkeit eines Bankeinzuges mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit.

Neue Programme

Steffens kündigt auch weitere Programme an, ohne hierbei konkret zu werden. So soll der Info-Kanal von freenet TV in Kürze mit einem neuen linearen Programm belegt werden. Diverse Anbieter hätten zudem Interesse an einer Verbreitung über das noch vollständig kostenlose, webbasierte Zusatzangebot freenet TV Connect signalisiert, so dass die Programmliste der DVB-T2-Geräte schon bald weiter gefüllt wird. Mittelfristig soll es auch Bezahlinhalte über freenet TV Connect geben. Eine weitere Möglichkeit, die zusätzliche webbasierte Ausstrahlung der verschlüsselten Programme von freenet TV, scheitert aktuell noch an Content-Rechten. Mit einer solchen, bislang nur theoretischen Möglichkeit hätten alle DVB-T2-Zuschauer in Deutschland Zugang zu RTL, Sat.1 und Co., also auch diejenigen, die außerhalb der terrestrischen Sendegebiete von freenet TV wohnen.

Haushaltsrabatt kommt

Steffens kündigte an, dass es schon bald einen Haushaltsrabatt geben soll. Wenn in einem Haushalt mehr als ein DVB-T2-Receiver oder freenet TV-tauglicher Fernseher steht, würden die 5,75 Euro monatlich nicht mehr für jedes Gerät anfallen. Um hier Missbrauch zu verhindern, könnte der Rabatt jedoch nur über einen einzelnen Account gewährt werden. Wie hoch der Preisnachlass ausfallen wird, dazu wollte Steffens noch keine Angaben machen.

Als Neuerung im Gespräch sei zudem eine mobile Lösung für freenet TV für Android- oder iOS-Geräte in Form eines Dongles. Hierüber befinde man sich in intensiven Gesprächen mit Herstellern, so Steffens. Zuletzt wies er darauf hin, dass inzwischen mehr Set-Top-Boxen die Vorgaben für das Zusatzangebot freenet TV Connect erfüllten. War es bislang nur eine einzige Box von Samsung, hätte der Hersteller TechniSat pünktlich zur Anga Com mit einem Softwareupgrade bei seinen Receivern nachgezogen. Auch weitere Hersteller sollen die von Media Broadcast definierten Normen - etwa eine "ruckelfreie" Bilddarstellung und kurze Zappingzeiten - in Kürze erfüllen.

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