Antennenfernsehen

ARD ergänzt Angebot über DVB-T2 HD mit Internetstreams

Die ARD komplettiert ihr Angebot über das Antennenfernsehen DVB-T2 HD mit Internetstreams. Programme, die nicht über Antenne verbreitet werden können, kommen webbasiert in die Programmlisten.
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Seit dem 29. März kommen viele Regionen Deutschlands in den Genuss des neuen Antennenfernsehens DVB-T2 HD. Dank der neuen Übertragungstechnik können zwar im Vergleich zu DVB-T mehr Programme in bester Bildqualität gesendet werden. Aufgrund der knappen Frequenzressourcen können jedoch nicht alle Programme der ARD jeweils bundesweit übertragen werden. So fehlen in fast allen Regionen diverse dritte Programme oder der Bildungskanal ARD-alpha.

Die Lösung für dieses Problem bieten so genannte Internet Link Services (ILS). Hier werden mit Hilfe des HbbTV-Standards zusätzliche Programme über das Internet direkt auf den großen Bildschirm übertragen. Dazu ist es nötig, den Fernseher oder die Set-Top-Box mit dem Internet-Router zu verbinden. In den Sendegebieten des Bayerischen Rundfunks (BR) sowie des Westdeutschen Rundfunks (WDR) sind seit der Umstellung auf DVB-T2 HD bereits verschiedene dritte Programme als ILS-Angebote verfügbar, die man ansonsten über Antenne nicht sehen kann.

ARD-alpha startet internetbasiert

ARD-alpha ergänzt die Programmlisten bei DVB-T2 HDARD-alpha ergänzt die Programmlisten bei DVB-T2 HD Perspektivisch plant die ARD laut eigenen Angaben eine flächendeckende Einführung von ILS-Angeboten in allen Sendegebieten. Den nächsten Schritt gehen der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und der Westdeutsche Rundfunk (WDR) jetzt mit der Bereitstellung des Fernsehbildungskanals ARD-alpha als Internet Link Service in ihren intendierten Sendegebieten. Mit ausgewählten Dokumentationen, Magazinen, Diskussionen und Themenabenden bietet ARD-alpha, der einzige Wissens- und Bildungskanal im deutschsprachigen Raum, ein unterhaltsames und anspruchsvolles Angebot aus den Themenbereichen Wissenschaft, Forschung, politische Bildung, Orientierung, Demokratie. Produziert wird das Programm beim BR in München.

Der Aufruf dieser zusätzlichen Programme erfolgt bequem aus der Programmliste. Neue ILS-Angebote werden in der Regel automatisch oder nach einem Sendersuchlauf in die Programmliste aufgenommen und sind dort mit einem Zusatz - wie zum Beispiel Internet oder Web - gekennzeichnet. Voraussetzung für den Empfang ist ein Fernseher oder eine Set-Top-Box, die neben DVB-T2 HD zusätzlich den HbbTV-Standard 1.5 mit MPEG-DASH-Funktion unterstützen und mit dem Internet verbunden sind.

Gleiches Verfahren wie bei freenet TV Connect

Nach dem gleichen Verfahren sorgt auch freenet TV, die Privat-TV-Plattform des Netzbetreibers Media Broadcast, für zusätzliche Programmangebote. freenet TV Connect enthält knapp 30 zusätzliche Programme und Mediatheken, die nicht über Antenne verfügbar sind. Im Vergleich zum verschlüsselten und kostenpflichtigen Angebot von freenet TV sind die über freneet TV Connect ausgestrahlten Programme kostenlos und unverschlüsselt verfügbar.

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