Antennen-Fernsehen

DVB-T2: Private Programme werden als Freenet-TV vermarktet

In Kürze starten erste Tests für DVB-T2. Der reguläre Testbetrieb ist ab Ende Mai geplant. Vermarktet wird das Angebot als Freenet-TV. Wir haben Details zum neuen terrestrischen Digitalfernsehen zusammengestellt.
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Freenet-TV startet Ende MaiFreenet-TV startet Ende Mai Ende Mai geht das terrestrische Digitalfernsehen in eine neue Ära. Pünktlich im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft startet der offizielle Testbetrieb für DVB-T2. Sowohl die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten als auch die privaten Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 sind mit dabei. Dabei werden alle Programme in Full-HD ausgestrahlt. Inoffizielle Tests sind bereits in den nächsten Tagen zu erwarten.

Die Programme von ARD und ZDF werden dauerhaft unverschlüsselt ausgestrahlt. In den ersten Wochen nach dem Start der Testsendungen sind auch die Programme der privaten Veranstalter frei empfangbar, wie jetzt aus Fachhandelskreisen bekannt wurde. Ab Juli werden die kommerziellen Sender aber verschlüsselt.

Das Programmpaket soll zu Preisen zwischen 4 und 6 Euro im Monat vermarktet werden. Damit läge der Preis auf einem ähnlichen Niveau wie HD+, das digitale HD-Fernsehen auf dem Astra-Satellitensystem, bei dem ebenfalls die kommerziellen Veranstalter ihre Programme anbieten. Vermarktet wird das DVB-T2-Bouquet unter dem Namen Freenet-TV. Die Webseite für die Plattform wurde bereits aufgeschaltet. Hier sind auch weitere Informationen zu finden - etwa dass Verbraucher bei der Anschaffung eines Empfängers für den neuen terrestrischen Digital-TV-Standard auf das Freenet-TV-Logo achten sollten. Nur bei diesen Receivern sei gewährleistet, dass neben den unverschlüsselten Sendern von ARD und ZDF auch die privaten Programme dauerhaft empfangen werden können.

Längerfristig rund 40 Programme empfangbar

Perspektivisch sollen rund 40 Fernsehprogramme über den DVB-T-Nachfolgestandard zu empfangen sein. Dabei wird das Verbreitungsgebiet über die zum Start versorgten Ballungsgebiete hinaus sukzessive erweitert. Die Sendungen in der bislang üblichen DVB-T-Norm werden nach einer Übergangszeit eingestellt, so dass spätestens dann neue Empfangsgeräte für das terrestrische Fernsehen gebraucht werden.

Neben klassischen Fernsehprogrammen soll es den Angaben auf der Webseite zufolge auch die Freenet-TV-Multithek geben, mit der die Nutzer Internet-Inhalte auf den Fernseher bekommen, sofern der Receiver den HbbTV-Standard unterstützt. Durch die Verknüpfung von TV und Internet erscheinen zudem Internet-TV-Programme in der Senderliste. Wer diese nutzen möchte, benötigt naturgemäß am Empfänger eine Online-Verbindung.

Wer auf DVB-T2 umsteigt, kann die zurzeit noch im alten DVB-T-Standard übertragenen Programme weiter empfangen. Die Receiver für Freenet-TV sind entsprechend abwärtskompatibel. Eine Smartcard wird zum Empfang der verschlüsselten Programme nicht benötigt. Das für die Entschlüsselung erforderliche Modul ist fest in den Set-Top-Boxen integriert.

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