Preise

RTL, Sat.1 & Co. über DVB-T2 für "deutlich unter 5 Euro"

Nur in der Startphase sind die privaten TV-Programme über DVB-T2 ohne Extra-Kosten zu empfangen. Mittlerweile sind Hinweise auf die Preise durchgesickert, die Freenet-TV erheben wird.
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Am kommenden Dienstag startet der offizielle Pilotbetrieb für das terrestrische Digitalfernsehen in Full-HD-Qualität (DVB-T2). Unverschlüsselt werden dabei nur die Programme der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ausgestrahlt. Die privat-kommerziellen Sender werden dagegen codiert übertragen und im Rahmen des Freenet-TV genannten Programmpakets vermarktet.

Für Freenet-TV zertifizierte Fernseher und Stand-alone-Receiver sind in der Startphase für den Empfang von RTL, Vox, Sat.1 und ProSieben freigeschaltet. Nach dem Einführungszeitraum sind diese Programme sowie weitere, im kommenden Jahr neu hinzukommende TV-Kanäle dann nur noch zu empfangen, wenn die Interessenten entsprechende Abonnementgebühren zahlen.

Bei HD+ zahlen die Kunden monatlich 5 Euro

Freenet-TV soll günstiger als HD+ werdenFreenet-TV soll günstiger als HD+ werden Wer private TV-Programme über Satellit in HD-Qualität sehen möchte, kennt diese Praxis bereits. Hier werden die hochauflösenden Fernsehkanäle im Bouquet von HD+ vermarktet. Wer ein Empfangsmodul für HD+ oder einen geeigneten Satellitenreceiver kauft, kann alle Programme ein halbes Jahr kostenlos sehen. Danach werden monatlich 5 Euro Abo-Kosten fällig. Für Freenet-TV wurden bislang Monatspreise zwischen 4 und 6 Euro gehandelt. Diese Preisspanne wurde auch auf einer Fachhändler-Veranstaltung genannt, die im Vorfeld des Sendestarts stattfand. Zu den genauen Konditionen äußerte sich Freenet-TV bislang nicht. Denkbar wäre, dass zur IFA, die Anfang September in Berlin stattfindet, Einzelheiten wie die im Regelbetrieb geplante Programmauswahl und die Kosten für die Kunden zu erfahren sind.

Kosten für Freenet-TV um 4 Euro im Monat?

Nun berichtet die Zeitschrift Digitalfernsehen in ihrem Online-Auftritt unter Berufung auf den Fernsehsender RTL, die Gebühren für Freenet-TV würden "voraussichtlich deutlich unter den monatlichen Kosten für die HD-Sender über Satelliten- und Kabelfernsehen liegen". Nimmt man den Abo-Preis von 5 Euro für HD+ als Grundlage und läge die Monatsgebühr für Freenet-TV noch ungefähr in der gegenüber dem Fachhandel kommunizierten Preisspanne, so wären vielleicht 3,99 Euro pro Monat ein denkbarer Kurs, zu dem Freenet-TV zu empfangen sein wird.

Bei HD+ auf Astra sind derzeit 21 private Fernsehsender zu empfangen. Eine vergleichbare Programm-Anzahl wird es mit Start des Regelbetriebs von DVB-T2 auch bei Freenet-TV geben. Der Regelbetrieb, der die schrittweise Ablösung des alten DVB-T-Standards einläutet, startet im kommenden Jahr.

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