Fernsehen

DVB-T2: Neue Programme im terres­trischen Digitalfernsehen

Das terrestrische Digitalfernsehen wird weiter ausgebaut. So wurde in dieser Woche ein neuer Standort für freenet TV aufgeschaltet. Auch ein Hörfunkprogramm startet über DVB-T.
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Im terrestrischen Digitalfernsehen könnten schon bald weitere Programme zu empfangen sein. So hat die Sächsische Landesmedienanstalt (SLM) die Ausschreibung von Übertragungskapazitäten in der Region Leipzig beschossen. Die Nutzung soll im DVB-T-Standard erfolgen, sodass - je nach verwendeten Modulations- und Datenreduktionsverfahren - bis zu sechs Fernsehprogramme verbreitet werden können.

Die Ausschreibung soll sich nicht nur an TV-Veranstalter richten. Auch Anbieter von Hörfunkprogramen und Telemediendiensten können sich bewerben. Als Netzbetreiber steht die Mugler AG bereits fest und nach Angaben der Landesmedienanstalt soll die Ausschreibung voraussichtlich Anfang September veröffentlicht werden.

In Ostsachsen kann nach einer Entscheidung der Sächsischen Landesmedienanstalt das Hörfunkprogramm Radio Lausitzwelle über DVB-T auf Sendung gehen. Vorgesehen ist eine Verbreitung im Raum Bautzen auf Kanal 27. Das früher als Elsterwelle bekannte Programm wird seit Ende der 90er Jahre bereits über UKW-Frequenzen in Hoyerswerda (102,8 MHz) und Weissig (88,2 MHz) ausgestrahlt.

freenet TV jetzt auch in Ostwestfalen

Weiterer DVB-T2-AusbauWeiterer DVB-T2-Ausbau Das Programmangebot von freenet TV ist wie geplant jetzt auch in Bielefeld und Umgebung zu empfangen. Die Aufschaltung auf den Kanälen 24, 39 und 56 am Standort Hünenburg war eigentlich schon für das Frühjahr geplant, musste aber verschoben werden. Erst Ende Juli wurde am Standort ein neuer Antennenträger installiert, der den Start des Programmpakets in Ostwestfalen ermöglicht hat.

Auf der Webseite der Initiative DVB-T2 HD wurde zudem ein aktualisierter Ausbauplan für das terrestrische Digitalfernsehen veröffentlicht. Ab Ende September werden die nächsten Sendeanlagen in Betrieb genommen, bevor nach derzeitigem Stand Ende Mai 2019 der vorläufige Endausbau erreicht ist.

Ende September starten demnach ARD, ZDF und freenet TV in Chemnitz und Gera. Die öffentlich-rechtlichen Veranstalter gehen zusätzlich in Amberg, Bamberg und am Ochsenkopf auf Sendung. Vier Wochen später fällt der Startschuss für alle Anbieter in Heilbronn und Ulm, für ARD und ZDF auch in Aalen, Donaueschingen, Ravensburg Waldenburg, Garmisch, am Grünten und am Hohenpeißenberg. Nur die ARD geht auch vom Pfänder in Vorarlberg auf Sendung.

freenet-TV-Endausbau Ende November

Ende November soll bei freenet TV der vorläufige Endausbau des Sendernetzes erreicht sein. Dann werden als letzte Standorte die Sender Kaiserslautern und Trier aufgeschaltet. ARD und ZDF setzen den Ausbau bis zum Frühjahr 2019 fort. Bis dahin werden abseits weniger Ausnahmen auch die bisherigen Abstrahlungen im alten DVB-T-Standard von der Bildfläche verschwinden.

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