Antennenfernsehen

freenetTV: Bis zu 20 private Sender über DVB-T2 HD ab 2017

Bis zu 20 Privatsender sollen ab 2017 in HD über DVB-T2 HD zu sehen sein. Erste Empfangsgeräte für das neue verschlüsselte und später kostenpflichtige Angebot freenetTV sind ab sofort vorbestellbar.
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Wie vorab exklusiv berichtet, startet mit Beginn der ersten Stufe des neuen digital-terrestrischen Antennen­fernsehens DVB-T2 am 31. Mai 2016 auch die Einführung der neuen Marke freenet TV. Über das neue Fernseh­angebot haben Zuschauer Zugang zu den verschlüsselten privaten TV-Programmen via DVB-T2 HD.

Einer der ersten Receiver für freenet TV stammt von XoroEiner der ersten Receiver für freenet TV stammt von Xoro Zunächst sind in einem vorläufigen Programmpaket die Sender RTL, ProSieben, SAT.1 und VOX in Full-HD-Qualität in zahlreichen Ballungsgebieten in Deutschland kostenfrei und zusätzlich zum bestehenden DVB-T-Programmangebot empfangbar. Auch die HD-Programme Das Erste und ZDF sind bei der ersten Stufe von DVB-T2-HD mit dabei. Geeignete Endgeräte sollen ab Mitte Mai 2016 im Handel verfügbar sein und sind zum Teil heute schon vorbestellbar. So können interessierte Kunden beispielsweise bereits ein Receiver-Modell von Xoro auf der Verkaufsplattform Amazon für rund 70 Euro reservieren.

Programme in hochauflösender HD-Bildqualität, einfache Bedienbarkeit und kostengünstige Nutzung zeichnen laut Eigendarstellung das neue freenet TV-Angebot zukünftig aus. Die positive Darstellung des Betreibers wird in potenziellen Kundenkreisen jedoch nicht überall geteilt. Denn anders als beim alten DVB-T wird der Zugang zu den Privatsendern über DVB-T2-HD ab dem kommenden Jahr nicht mehr kostenlos möglich sein.

Bis 2017 zwar verschlüsselt, aber kostenlos

Private HD-Programme über freenet TV sollen, wie über Kabel, Satellit und IPTV, mit einem "Signalschutz" übertragen werden, der bis Frühjahr 2017 kostenfrei entschlüsselt wird. Erst mit dem vollen Programmangebot im ersten Quartal 2017, und nach einer dreimonatigen Gratisphase – beginnend mit dem Start des Regelbetriebs – fällt ein monatliches Zugangsentgelt im mittleren einstelligen Euro-Bereich an. Über den genauen Preis gibt es aber immer noch keine genauen Informationen. Für die Entschlüsselung sei keine Smartcard erforderlich. Damit sei freenet TV auch für mobile Endgeräte geeignet. Die Freischaltung erfolge ohne Vertragsbindung, beispielsweise über Prepaid-Angebote.

Zum Empfang nötige Geräte sollen mit dem freenet TV-Logo gekennzeichnet sein. Ab Ende Mai 2016 werden zudem CI+-Module im Handel erhältlich sein, mit denen bereits vorhandene DVB-T2-HD-fähige TV-Geräte für den Empfang der verschlüsselten privaten Sender nachgerüstet werden können. Eine Übersicht aller Geräte, die teilweise auch am grünen Logo der Initiative DVB-T2 HD zu erkennen sind, ist auf diese Website abrufbar.

Mehr Zuschauer als bisher empfangen Privat-TV über Antenne

Mit dem Regelbetrieb von DVB-T2 HD ab dem Frühjahr 2017 sollen über freenet TV etwa 20 private Programme ausgesendet werden, darüber hinaus werden dann via DVB-T2 HD bis zu 20 öffentlich-rechtliche Programme – unverschlüsselt und kostenlos - übertragen. Der Start erfolge zunächst in den Gebieten der ersten Stufe, dann schrittweise in weiteren Ballungsgebieten. Eine deutschlandweite Abdeckung wird es mit freenetTV zwar nicht geben, insgesamt werden aber weit mehr Menschen kommerzielle Programme über Antenne konsumieren können als bisher.

Zusätzlich soll es weitere interaktive, HbbTV-basierte Zusatzdienste geben, die über das Internet direkt auf den TV-Bildschirm kommen. Spezielle USB-Sticks ermöglichten zukünftig auch den Empfang auf PCs sowie eine mobile Nutzung der Inhalte über Notebooks.

Crossmediale Verbraucheraufklärung

Der Start des neuen TV-Angebotes wird laut den Verantwortlichen von freenetTV von einer Kanal übergreifenden Informationskampagne begleitet, die Verbraucher via Print, Radio, Online und Social Media ausführlich über den Umstieg auf DVB-T2 HD sowie die Nutzung des neuen Angebots informiert.

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