DVB-T

RTL-Gründer plant Jugend-TV via DVB-T, Smartphone und Tablet

Volks.tv will noch dieses Jahr auf digitalen Plattformen auf Sendung gehen

Volks.TV soll auf Smartphones und Tablets starten Volks.TV soll auf Smartphones und Tablets starten
Screenshot: teltarif.de
Mit Volks.tv [Link entfernt] will RTL-Gründer Helmut Thoma einen Neuanlauf im deutschen Fernsehen unternehmen. Das neue TV-Programm soll in erster Linie Jugendliche erreichen und als "Dialog-Medium" jungen Zuschauern die Möglichkeit geben, an der Programmgestaltung zu partizipieren. Der Zuschauer soll durch eigene Beiträge in Form von Audio- und Videochats, Voting, Online-Foren und Mails das Programm aktiv mitgestalten können. Dabei will Thoma den neuen Sendern auf vielen Plattformen ausstrahlen - praktisch überall dort, wo sich die Jugendlichen medial aufhalten. Volks.tv soll frei empfangbar digital über Satellit verbreitet werden. Ferner soll das Programm auch über Web-Plattformen zum Empfang auf Smartphones und Tablet-Computern ausgestrahlt werden. Der Start ist noch für 2011 geplant.

Volks.TV soll auf Smartphones und Tablets starten Volks.TV soll auf Smartphones und Tablets starten
Screenshot: teltarif.de
Auch eine digital-terrestrische Verbreitung via DVB-T sieht Thoma für sein neues Baby vor: Volks.tv hat sich bereits auf einen ausgeschriebenen neuen Multiplex bei der niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) beworben. Für den Großraum Hannover/Braunschweig gibt es noch zahlreiche weitere Bewerber: Neben Volks.tv wollen die TV-Sender Anixe TV, Bibel TV, Das Vierte, HSE24 und QVC digital-terrestrisch starten. Da die NLM zusätzlich noch einen Programmplatz im bereits bestehenden 3. privaten DVB-T Multiplex vergeben kann, liegen damit sechs Bewerbungen auf fünf verfügbare Programmplätze vor.

Umfangreiche Kanalumstellungen in Hessen und Bayern

Umfangreiche Kanalumstellungen bei DVB-T gibt es in Hessen. Wie der Hessische Rundfunk (hr) mitteilt, würden umfangreiche DVB-T Umstellungen an allen neun DVB-T Standorten in Hessen durchgeführt werden. Dazu wird in der Nacht vom 2. auf 3. November an den Senderstandorten Rimberg und Rhön das Bouquet mit den Sendern Phoenix, Bayerisches Fernsehen, SWR Fernsehen und MDR Fernsehen von Kanal 39 auf den Kanal 35 umgestellt. Gleichzeitig findet im Rhein-Main-Gebiet ein Wechsel des Bouquets mit den Sendern Phoenix, Bayerisches Fernsehen und SWR Fernsehen von Kanal 8 (VHF) auf Kanal 39 (UHF) statt. Zudem müssen hessenweit einzelne Programme umsortiert werden und im Rhein-Main-Gebiet wird das Angebot um ein zusätzliches, noch nicht näher benanntes Drittes Programm erweitert. Die Umstellungen erfordern von allen Nutzern des digitalen Antennenfernsehens in Hessen ab dem 3. November einen neuen Suchlauf.

Auch einen neuen Privatsender wird es im Rhein-Main-Gebiet geben: Bibel TV hat seinen DVB-T-Kanal zurück gegeben, der Sendeplatz wurde neu ausgeschrieben.

Im Oktober und im Dezember 2011 ändert sich an drei BR-Sendern in Ostbayern der DVB-T-Kanal für das ARD-Bouquet mit den Programmen Das Erste, arte, Phoenix und EinsPlus. Alle Haushalte, die das digitale Antennenfernsehen von einem dieser drei Senderstandorte empfangen, müssen einen Sendersuchlauf am DVB-T-Empfangsgerät durchführen. Das ARD-Bouquet ist in Ostbayern statt bisher auf Kanal 7 künftig auf Kanal 40 (Standort Brotjacklriegel) sowie Kanal 42 (Standorte Regensburg/Hohe Linie und Hoher Bogen) zu empfangen. Durch die neuen Kanäle im UHF-Frequenzbereich verbessert sich der Empfang insbesondere bei Geräten mit einfachen Stabantennen und portablen DVB-T-Geräten.

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