Tipps und Tricks

DSL-Ratgeber: 10 nützliche Tipps rund um den Anschluss

Antworten auf langsame Datenraten, rechtliche Fragen und zur Tarifauswahl
Von Björn Brodersen

Bei DSL hängt die Datenübertragungsrate von der Leitungslänge zum Anschluss des Kunden und vom Leitungsquerschnitt ab, die beworbenen Datenraten von 6 MBit/s oder 16 MBit/s sind in der Regel als "Bis-zu"- nicht als tatsächlich zu erwartende Werte zu verstehen. Wenn die DSL-Leitung durch bestimmte andere Faktoren zusätzlich ausgebremst wird und zu langsam ist, liegen die Probleme nicht unbedingt beim Provider sondern möglicherweise auf der Seite des Kunden. Zu den Ursachen dafür können der Einsatz von veralteter Hardware oder von mehreren, in Reihe geschalteten Geräten, eine auf dem Rechner installierte Firewall oder eine zu große Anzahl von Nutzern bzw. parallel laufenden Anwendungen mit höherem Bandbreiten-Bedarf gehören. Liegt es nicht an solchen möglichen Störfaktoren, sollten Sie Ihren DSL-Anbieter bitten, seine Technik auf Geschwindigkeitsbremsen zu überprüfen.

Einen DSL-Umzug rechtzeitig vorbereiten

Wer mit dem Angebot seines bestehenden Providers nicht zufrieden ist oder an einen neuen Wohnort zieht, sollte sich über Umzugs- bzw. Kündigungskonditionen seines Anbieters informieren und auch rechtzeitig den DSL-Umzug beantragen bzw. den laufenden Vertrag kündigen. Auch ein anstehender Wohnortswechsel führt nicht automatisch dazu, dass der Provider Sie während der Mindestvertragslaufzeit einfach aus dem Vertrag entlassen muss. Prinzipiell sind abgeschlossene Verträge von beiden Seiten einzuhalten. Anders sieht es aus, wenn der bisherige Anbieter an dem neuen Wohnort keinen Anschluss schalten kann. In diesem Fall sollte es unter Vorlage entsprechender Nachweise möglich sein, den DSL-Vertrag aus "wichtigem Grund" vorzeitig zu kündigen.

Umzügler sollten bedenken, dass eine Neuschaltung eines DSL-Anschlusses durchaus mehrere Wochen dauern kann. Alternativ kann man diese Wartezeit durch Nutzung eines mobilen Internetzugangs per UMTS überbrücken, möglichst auf Prepaid-Basis. Wer seine bestehende Telefon-Rufnummer bei einem Provider-Wechsel mitnehmen möchte, sollte dies gegenüber seinem neuen Anbieter unbedingt angeben und diesen auch die Kündigungs- und Portierungsformalitäten übernehmen lassen. Wichtig: Beantragen Sie alles schriftlich per Einschreiben, damit Sie Belege haben, wenn es später zu Streitigkeiten kommt.

Bei Verzögerungen oder anhaltenden Störungen Fristen setzen

Weitere Informationen:
Reagiert der Anbieter nicht auf Ihren DSL-Auftrag oder kommt ein Schaltungstermin selbst nach über drei bis sechs Wochen nicht zustande, sollte der Kunde schriftlich eine Nachfrist zur Freischaltung setzen. Angemessen als Nachfrist sind zwei Wochen, schließlich ist der gewählte DSL-Provider als Leistungserbringer in der Pflicht. Passiert auch nach Fristsetzung nichts, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten und Schadensersatzforderungen für etwaige Fahrtkosten oder für die Beauftragung eines Ersatzvertrags stellen. Eine nicht erbrachte Leistung muss auch nicht bezahlt werden. Das Gleiche gilt natürlich auch, wenn es mit dem neuen Anschluss geklappt hat, Ihnen aber trotz rechtzeitiger Kündigung weiterhin Rechnungen für den bisherigen Anschluss ins Haus flattern. Wichtig ist, dass Sie alles schriftlich erledigen, denn nur so können Sie im Streitfall Nachweise erbringen.

Ist der neue Anschluss zwar geschaltet worden, läuft aber nicht störungsfrei, muss der Kunde dem Anbieter einen Nachbesserungsversuch einräumen. Diesen sollten Betroffene ebenfalls schriftlich mit einer Frist von maximal zwei Wochen verlangen. Wenn der Anbieter keine ausreichenden Anstrengungen zur Lösung des Problems unternimmt, kann der Kunde nach Ablauf der gesetzten Frist vom Vertrag zurücktreten. Bei einer späteren Störung sollten Sie zunächst die jeweilige Entstörfrist Ihres Anbieters abwarten. Meist beträgt diese ein bis drei Tage ab Störungsmeldung. Lässt der Anbieter ungenutzt eine gesetzte Frist zur Entstörung verstreichen, können Sie Schadensersatz verlangen.

Tarifrechner und Ratgeber helfen bei Fragen rund um DSL

Wer sein Surf-Verhalten richtig einschätzen kann und sich für die Tarifauswahl Zeit nimmt, findet in der Regel ein passendes und preislich attraktives DSL-Anschlusspaket. Auch bei etwaigen später auftretenden Problemen mit der DSL-Leitung oder dem DSL-Anbieter steht der Nutzer nicht auf verlorenem Posten, wenn er sich rechtzeitig und auf erforderliche Weise mit der Angelegenheit befasst. Hilfe und Informationen rund um DSL-Tarife, -Verträge und -Technik bieten die Ratgeber-Seiten und der DSL-Tarifrechner von teltarif.de.

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