DSL-Hardware

DSL-Hardware: FRITZ!Box-Router von AVM sind der Renner

Immer mehr DSL-Kunden kaufen ihren neuen Router separat
Von Björn Brodersen

Sowohl im freien Handel als auch in den Shops der Internetprovider sind die FRITZ!Box-Router des Berliner Herstellers AVM erhältlich. "Auch wir merken, dass das Hardware-Geschäft über den Handel seit vergangenem Jahr anzieht", sagt Urban Bastert, der Presseprecher des Unternehmens, von dem mehr als die Hälfte aller in Deutschland verkauften DSL-Endgeräte stammt - der Marktanteil liegt bei 67 Prozent. Bei den WLAN-fähigen Modem-Routern sind die beiden AVM-Modelle FRITZ!Bon WLAN 3270 und FRITZ!Box WLAN 3170 zurzeit die in den Shops am häufigsten verkauften. Bei den Modem-Routern mit integrierter Telefonanlage führen die FRITZ!Box Fon WLAN 7390 und die FRITZ!Box Fon 7270 das Feld deutlich an.

DSL-Hardware: Das Router-Geschäft über die Provider ebbt ab FRITZ!Boxen von AVM
Bild: AVM
Sobald die im März auf der CeBIT vorgestellte FRITZ!Box Fon WLAN 7330 in den Läden steht, wird sich diese aufgrund ihres vergleichsweise moderaten Einstiegspreises von 160 Euro sicherlich ebenfalls in der Spitzengruppe der meistverkauften Router im Handel etablieren.

Funktionsvielfalt und Einfachheit

An der 2004 eingeführten Produkt-Bezeichnung "FRITZ!Box" allein lässt sich der Erfolg der AVM-Router nicht festmachen. Das später eingeführte Konkurrenzmodell Horstbox von D-Link floppte. Als eigenes Erfolgsrezept sieht AVM vor allem seine Nähe zum Markt - produziert und entwickelt wird in Deutschland - und die daraus resultierenden schnellen Auslieferungszeiten, die Einfachheit der Geräte, der sich auch das Design unterordnen muss, sowie ihre Funktionstüchtigkeit und -vielfalt. Das beinhaltet auch, dass die Kabel und Anschlüsse farblich markiert und die Handbücher in verständlichem Deutsch formuliert sind. "Alles an einer FRITZ!Box muss für den Nutzer erkennbar sein und sich ihm erschließen", erklärt Bastert. Für die technikaffineren Nutzer der FRITZ!Box-Produkte gibt es zudem regelmäßig neue Funktionen zum Ausprobieren aus dem FRITZ!Labor.

FRITZ!Boxen haben daher auch ihren Preis, selbst einfachere Geräte wie die FRITZ!Box WLAN 3170 kosten im freien Handel knapp 100 Euro. Für das Flaggschiff-Modell 7390 müssen Käufer im freien Handel knapp über 200 Euro hinlegen. Rein von den Spezifikationen her vergleichbare Router der Konkurrenz sind zu deutlich günstigeren Preisen als die FRITZ!Boxen erhältlich. Der vom chinesischen Hersteller TP-Link - nach eigenen Angaben der weltweit führende Hersteller bei der Zahl ausgelieferter WLAN- und Breitband-Geräte - gefertigte WLAN-n-Router TL-WR1043ND kostet beispielsweise unter 50 Euro, Zyxels derzeitiges Aushängeschild NBG4615 kostet ab 75 Euro. Im Vordergrund der Vermarktung von D-Link steht der WLAN-n-Router DIR-825 für Preise ab etwa 95 Euro.

DSL-Hardware: Das Router-Geschäft über die Provider nimmt langsam ab WLAN-Router Zyxel NBG-615
Foto: Zyxel
Ältere oder weniger leistungsfähige Geräte dieser Hersteller finden sich in den Shops zu noch niedrigeren Preisen. Die ursprünglich für rund 200 Euro in den Handel gekommene Horstbox (DVA-G3342SD) bieten Online-Händler beispielsweise mittlerweile für Preise ab 50 Euro feil. Und Zyxels Beststeller, den Wireless-n-lite-Router NBG-417N, gibt es für Preise ab etwa 35 Euro.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Routers achten

Wer unabhängig von einem DSL-Vertragsabschluss selbst einen Router im freien Handel kauft, sollte das neue Modell genau auf die Leistung seines DSL-Anschlusses und auf die gewünschten Anwendungen abstimmen. Bei der Wahl eines neuen Modem-Routers sind die Anschlussmöglichkeiten LAN/Ethernet und WLAN wichtige Kriterien, Geräte mit integrierter Telefonanalage bieten zumindest auch noch Anschlüsse für analoge Telefone, teilweise auch für ISDN- und DECT-Telefone, sowie ein Bandbreiten-Management.

Inzwischen kommen auch die ersten Router in den Handel, die UMTS für den Internetzugang übers Mobilfunknetz unterstützen. Geräte mit NAS-Funktion (Network Attached Storage) stellen von der FRITZ!Box aus Dateien wie Fotos und Musik im gesamten Netzwerk zur Verfügung, bei einem vorhandenen USB-Anschluss können Massenspeichermedien, Drucker oder andere Geräte an den Router angeschlossen werden, der so als Plattform für vernetzte Anwendungen wie IPTV, Video-on-Demand und Mediastreaming dienen kann. Zu den in der Regel integrierten Sicherheitsfunktionen gehören unter anderem eine Firewall sowie Network Address Translation (NAT). Immer wichtiger wird auch das Thema IPv6-Unterstützung.

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