Preisvergleich

DSL mit Doppel-Flatrate im Preisvergleich

Welcher Provider bietet die günstigste Flatrate fürs Telefonieren und Surfen?
Von Björn Brodersen
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Flatrate-Tarife sind eine feine Sache: Sie bieten den Kunden eine gewisse Kostenkontrolle sowie Powersurfern und Quasselstrippen sehr günstige rechnerische Nutzungspreise - jedenfalls solange der Provider mitspielt. Wer gleich mehrere Flatrate-Tarife parallel fürs Telefonieren und fürs Surfen im Internet gebucht hat, kann schon einen großen Teil seiner gesamten monatlichen Nutzungskosten durch den Flatrate-Betrag abdecken. Von daher sind Flatrate-Tarife bei den Nutzern beliebt und die Anbieter werfen immer neue Pauschalangebote auf den Markt. Nachdem wir zu Beginn der Woche Doppel-Flatrate-Tarife und Surf-Flatrate-Tarife der Kabel-Internet-Anbieter vorgestellt haben, vergleichen wir in diesem Überblicksartikel Doppel-Flatrates im DSL-Bereich. Dabei erfahren Sie auch, wie die Flatrate-Pakete für entbündelte DSL-Anschlüsse ohne herkömmlichen Festnetz-Telefonanschluss im Preisvergleich mit den Festnetz-DSL-Kombipaketen von Telefonfirmen wie der Deutschen Telekom, HanseNet (Alice) und Versatel abschneiden.

Festnetz-DSL-Kombipakete versus entbündeltes DSL

Surfen und telefonieren Neben den Flatrate-Paketen der Festnetz-Anbieter gibt es auch zahlreiche Doppel-Flatrates auf Basis entbündelter DSL-Anschlüsse. Bei diesen entbündelten DSL-Anschlussangeboten telefoniert der Kunde nicht mehr über das herkömmliche Telefonnetz (Public Switched Telephone Network) sondern über die Breitband-Leitung. Da der Kunde in diesem Fall auf den herkömmlichen Festnetz-Anschluss verzichten kann, ergibt sich für die entbündelten DSL-Anschlussangebote ein theoretischer Preisvorteil gegenüber den Festnetz-DSL-Kombipaketen. Häufig dürften aber Telefonate über das PSTN immer noch die etwas bessere Sprachqualität gegenüber Telefonaten über die Breitband-Leitung (NGN- oder klassischer VoIP-Anschluss) aufweisen.

Abgesehen von der technischen Internet-Zugangsart muss der Nutzer zunächst fürs Telefonieren und Surfen im Internet nicht umdenken: Er kann sich wie gewohnt über das DSL-Modem ins Internet einwählen, den Internet-Zugang an mehrere, über einen Router angeschlossene PCs nutzen und mit Hilfe eines Telefonadapters auch seine bereits vorhandenen Telefonapparate weiterhin fürs Telefonieren gebrauchen. In der Regel ist der notwendige Telefonadapter auch wie das DSL-Modem schon im Router integriert, so dass der Nutzer keine zusätzliche Hardware kaufen muss.

Die Frage der Verfügbarkeit und der Geschwindigkeit der DSL-Anschlüsse

Ein weiterer Unterschied zwischen den DSL-Angeboten der einzelnen Provider hängt nicht mit der Zugangstechnik sondern mit dem Netzen oder den Netzpartnern des jeweiligen DSL-Anbieters zusammen: die Verfügbarkeit der DSL-Anschlüsse. Wie Sie der Übersicht auf der nächsten Seite dieses Artikels entnehmen können, bietet unter den DSL-Providern mit eigener Infrastruktur nur die Deutsche Telekom DSL bundesweit an. "Bundesweit" heißt in diesem Zusammenhang allerdings nicht, dass wirklich an jedem Haushalt in Deutschland ein DSL-Anschluss geschaltet werden kann, sondern nur für fast jeden. Nach Angaben der Telekom erreicht der Konzern mittlerweile für 96 Prozent der 39,5 Millionen Haushalte in Deutschland mit seinem DSL-Netz. Andere Festnetz-Firmen wie Vodafone/Arcor, HanseNet oder Versatel haben ihre eigenen Netze nur in bestimmten Regionen ausgebaut, City-Carrier wie etwa NetCologne nur in bestimmten Städten.

Der unterschiedlich weit gediehene Netzausbau hat auch Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der DSL-Anschlussangebote der Provider ohne eigenes Netz. Während die Resale-DSL-Anschlüsse und T-DSL-Zugänge anderer Internetprovider, für die ein Telefonanschluss der Telekom vorhanden sein muss, meist ebenfalls bundesweit verfügbar sind, waren die entbündelten DSL-Anschlüsse zunächst nur in bestimmten Städten und Regionen erhältlich. Das lag daran, dass die Deutsche Telekom erst im vergangenen Jahr mit einem eigenen Bitstream-Angebot für DSL-Anbieter startete und die DSL-Provider zuvor ihre DSL-Angebote über Netz von Betreibern wie Telefónica oder QSC realisierten. Inzwischen nutzen aber Anbieter wie Vodafone/Arcor, HanseNet und freenet das Vorleistungsprodukt der Telekom und bieten DSL-Anschlüsse bundesweit an.

Wie teuer die Doppel-Flatrate-Pakete von Telekom, Arcor & Co. sind, erfahren Sie auf der folgenden Seite.

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