Problemlösung

teltarif hilft: Bar mit iPad-Treff hat wieder DSL

Anschluss von Berliner Bar war nach Anbieterwechsel fast einen Monat offline
Von Thorsten Neuhetzki
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Eigentlich hätte es nur wenige Stunden dauern sollen - der Wechsel des Telefon- und DSL-Anschlusses von 1&1 zurück zur Telekom. Doch der normalerweise problemlose Wechsel von einem Anbieter zum anderen wurde für den Inhaber Mauro Zanaglio der Berliner Bar Dai Ragazzi [Link entfernt] zu einem Abenteuer, an dessen Ende Zanaglio sich an teltarif.de wendete. Denn während 1&1 seinen Anschluss wie vereinbart Mitte August abklemmte, ließ die Schaltung der Telekom auf sich warten. Die Rufnummer sei noch nicht zur Portierung freigegeben, hieß es.

Für die Dai-Ragazzi-Bar bedeutete das: Kunden konnten nicht mehr mit Karte zahlen, der für die Kunden kostenlose WLAN-Zugang konnte nicht mehr angeboten werden und in der Folge konnte unter anderem auch der monatliche Stammtisch des Berliner iPad-Treffs [Link entfernt] seine iPads hier nicht mehr nutzen. Daraufhin wandte sich der Inhaber an teltarif.de.

Weder Telekom noch 1&1 wollen schuld sein

Surfen im CaféSurfen beim Latte Macchiato liegt im Trend. Von der Telekom sei ihm mitgeteilt worden, dass 1&1 die Nummer nicht freigegeben habe und man deswegen den Anschluss noch nicht schalten könne. Mit dieser Aussage konfrontiert, teilte uns eine Sprecherin von 1&1 mit, man habe die Rufnummer am 23. August zur Portierung freigegeben. In der Folge prüfte die Telekom diesen Kundenfall noch einmal im Backoffice, nachdem der Kunde über die Hotline bis dato keine Einigung mit dem Anbieter erzielen konnte.

Binnen weniger Tage wurde der Berliner Bar dann seitens der Telekom ein Anschluss mit einer anderen Rufnummer geschaltet, so dass sie zumindest wieder Kartenzahlung anbieten und ihren Kunden Internet anbieten konnte. Nur die Nummer, mit der die Bar in entsprechenden Branchenverzeichnissen auftaucht, funktionierte noch nicht. Ein Telekom-Sprecher erläuterte gegenüber teltarif.de, diese Rufnummer habe bei Telefónica gelegen und sei nicht freigeben wurde. Nach einigen Tagen konnte die Telekom diese Nummer dann aber doch von Telefónica portieren und sie dem Kunden wieder zur Verfügung stellen. Telefónica ist für 1&1 ein Dienstleister, der die Telefonnummern verwaltet und registriert.

Der iPad-Treff Berlin, der morgen Abend wieder stattfindet, kann sich somit auf ein verfügbares WLAN-Netz freuen und die Rechnung wieder per Karte begleichen. Die Bar hingegen bekommt von der Telekom als "Trostpflaster" zwei Monate die Grundkosten erstattet.

Wie funktioniert der Anbieterwechsel richtig?

Beim Wechsel hat der Inhaber der Bar alles richtig gemacht, das Problem lag dieses Mal auf Anbieterebene. Doch oft ist es der Kunde, der bei einem Anbieterwechsel einen Fehler macht. Der größte und häufigste Fehler dabei: Der Kunde kündigt seinem alten Anbieter selbst. Diese Kündigung sollte jedoch nicht der Kunde, sondern der neue Anbieter übernehmen. Nur so ist sichergestellt, dass beide Anbieter sich abstimmen können und einen gemeinsamen Tag für die Portierung und Umschaltung festlegen können. Im Regelfall geht die Umschaltung dann binnen weniger Stunden vonstatten.

Wichtig ist außerdem, dass die Kundendaten beim neuen Anbieter genau so angegeben werden wie sie der alte Anbieter führt. Außerdem müssen beispielsweise bei ISDN alle Rufnummern angegeben werden. Abweichungen hiervon können zu Fehlern führen. Auf einer ausführlichen Infoseite haben wir alle wichtigen Infomationen zum Anbieterwechsel zusammengefasst.

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