Überlegung
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16, 50, 100 MBit/s: Welchen Internet-Anschluss brauche ich?

Streaming, Cloud und Updates: Wir zeigen, welche Anschlussgeschwindigkeit für welchen Nutzungstyp sinnvoll ist. Dabei berücksichtigen wir nicht nur die möglichen Anwendungen, sondern auch, wer den Anschluss nutzen könnte.
Von Thorsten Neuhetzki / Marc Hankmann
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Nutzertyp 1: Gele­gen­heits­nutzer

E-Mails lesen und schreiben, das Bank­konto im Blick behalten, einige Nachrichten­seiten lesen und sich ansonsten aber nicht weiter um das Internet kümmern - das ist der klas­si­sche Gele­gen­heits­nutzer. Sein Lebens­mit­tel­punkt liegt nicht im Internet, im besten Fall nutzt er noch ein Smart­phone für die mobile Kommu­ni­ka­tion, das sich zu Hause ins WLAN einbu­chen soll. Selbst wenn sich der Partner ähnlich verhält - hier ist kein Breit­band­an­schluss mit 50 MBit/s oder mehr notwendig. In der Regel dürfte ein konven­tio­neller DSL-Anschluss mit 16 MBit/s im Down- und je nach Anbieter 1 oder 2,4 MBit/s im Upstream ausrei­chen.

Der Gelegenheitsnutzer
2/5 – Grafik: Fotolia , Montage: teltarif.de
  • Welche Anschlussgeschwindigkeit ist die richtige?
  • Der Gelegenheitsnutzer
  • Der Streaming-Nutzer
  • Die Familie
  • Der Internet-Einwohner

Updates können mit lang­samer Leitung lange dauern

Ange­sichts von mitt­ler­weile großen Updates, zum Beispiel für das Betriebs­system des eigenen Rech­ners oder des Smart­phones, sollte der Anschluss aber nach Möglich­keit auch nicht lang­samer sein als 16 MBit/s. So lassen sich dann doch einmal auftreten­de Traffic-Spitzen, etwa bei einem Video auf einer Nach­rich­ten­seite, abfangen.

Lang­sa­mere Anschlüsse sollte nur buchen, wer keine schnel­leren Anschlüsse be­kommt. Denn wenn einmal ein Down­load ansteht, wird die Zeit dafür lang. Ein 500-MB-Update dauert mit 16 MBit/s schon mehr als vier Minuten. Mit einem 6-MBit/s-Anschluss sind es mehr als elf Minuten.

Für den Gele­gen­heits­nutzer kann übri­gens auch ein Mobil­funk-basierter Zugang eine Alter­na­tive sein, wenn Videos die Ausnahme sind. Und selbst, wenn der Nutzer an die Drossel-Grenze gerät, lassen sich in der Regel die wich­tigsten Dienste bis zum Ende des Monats noch erle­digen.

Schauen Sie Serien und Filme per Internet? Dann sollten Sie sich unsere Tipps zum Nutzertyp 2 auf der nächsten Seite durch­lesen.

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