Investitionen

Drillisch: Aktienverkauf bringt 142,7 Millionen Euro

Drillisch hat mit dem Verkauf eigener Aktien 142,7 Millionen Euro eingenommen. Der Mobilfunkkonzern will das Geld allerdings investieren. Möglich wäre hiermit unter anderem der Ausbau eigener Shop-Standorte.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Der Mobilfunkkonzern Drillisch hat mit dem Verkauf eigener Aktien 142,7 Millionen Euro eingenommen. Die rund 5,2 Millionen Anteilscheine - knapp zehn Prozent des Grundkapitals - seien für 27,50 Euro je Stück an institutionelle Investoren veräußert worden, teilte das TecDax-Unternehmen am späten Montagabend mit. Der Erlös dient der Mitteilung zufolge unter anderem Unternehmens­käufen.

Drillisch baut Kooperation mit o2-Netzbetreiber aus

Drillisch will hoch hinausDrillisch will hoch hinaus Drillisch befindet sich aktuell auf Einkaufstour. Vor kurzem gaben die Hessen eine Absichtserklärung für den Kauf der E-Plus-Tochter Yourfone von Telefónica Deutschland (o2) bekannt. Dafür wird Drillisch einen mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Betrag auf den Tisch legen müssen. Damit baut Drillisch die Kooperation mit dem o2-Netzbetreiber weiter aus. Allerdings betont Telefónica Deutschland auch, dass es sich bei einem Verkauf um eine einmalige Gelegenheit handeln wird. Momentan würden weitere Verkäufe aus den Kundenbeständen von E-Plus und o2 außer Frage stehen, so Telefónica Deutschland.

Beide Unternehmen hatten im Sommer eine Netzvereinbarung geschlossen. In den kommenden fünf Jahren will Drillisch schrittweise zusätzlich 20 Prozent des gemeinsamen Netzes von Telefónica Deutschland und E-Plus exklusiv nutzen. Damit wollte Telefónica den Brüsseler Wettbewerbshütern die inzwischen vollzogene Fusion mit E-Plus schmackhaft machen.

Shop-Standorte sind für Anfang 2015 geplant

Bislang hatte die Drillisch AG ihre Produkte unter den Namen DeutschlandSIM, discotel, discoplus, discosurf, eteleon, fastSIM, helloMobil, maXXim, McSIM, m2m-mobil, Phonex, simplytel, smartmobil und winSIM vermarktet. Im Zuge der Übernahme von Netzkapazitäten will Drillisch Anfang 2015 Mobilfunk-Shops eröffnen und dort ihre Produkte erstmalig vor Ort und nicht nur via Online-Shops an den Kunden bringen. Ob die Filialen unter dem Namen Drillisch geführt werden, ist derzeit noch unklar.

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