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Drillisch und 1&1: Verträge im Vodafone-Netz sollen bleiben

Drillisch will seinen Kunden auch in Zukunft zumindest bei einigen Marken eine Alternative zum Telefónica-Netz bieten. Auf LTE müssen die Kunden dann aber verzichten.
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Sowohl bei 1&1, als auch bei verschiedenen Drillisch-Marken sollen Kunden auch künftig die Möglichkeit bekommen, Verträge im Mobilfunknetz von Vodafone zu erhalten. Das hatte Drillisch-Vorstandschef Vlasios Choulidis schon vor einigen Wochen in einem Interview erklärt. Kunden, die einen bestehenden Vertrag im Vodafone-Netz haben, müssen demnach auch längerfristig nicht befürchten, diesen zu verlieren bzw. auf einen Kontrakt im Telefónica-Netz umgestellt zu werden. Zudem werde es auch künftig Angebote im Vodafone-Netz geben. Der Schwerpunkt der Vermarktung liege naturgemäß auf dem Telefónica-Netz.

Mit Telefónica hatte Drillisch einen MVNO-Vertrag abgeschlossen. Das Unternehmen kann damit auf die gleichen Dienste und Leistungen zurückgreifen wie beispielsweise Original-o2-Kunden. So können Kunden verschiedener Drillisch-Marken beispielsweise auch über LTE (VoLTE) und WLAN (WiFi Calling) telefonieren und der 4G-Internet-Zugang steht je nach Tarif mit bis zu 225 MBit/s im Downstream zur Verfügung. Das ist die gleiche Leistung, die der Netzbetreiber auch seinen eigenen Kunden offeriert.

Eingang zur Drillisch-Firmenzentrale in MaintalEingang zur Drillisch-Firmenzentrale in Maintal Bei Vodafone sind Provider-Kunden von der LTE-Nutzung ausgeschlossen. Somit steht der mobile Internet-Zugang maximal über UMTS und HSPA zur Verfügung. Das ist nicht nur hinsichtlich der maximalen Datenübertragungsgeschwindigkeit ein Nachteil. Der 3G-Ausbau wird von allen deutschen Mobilfunk-Netzbetreibern kaum noch vorangetrieben. Ländliche Regionen, die noch ohne schnelle mobile Datenverbindungen auskommen müssen, werden in der Regel nur noch mit LTE erschlossen. Demnach müssen Kunden, die einen Vertrag ohne 4G-Zugang nutzen, dort ohne schnellen Internet-Zugang auskommen.

Darum kann der Vertrag im Vodafone-Netz sinnvoll sein

Dennoch kann es für manche Kunden sinnvoll sein, das Vodafone-Netz zu wählen - etwa wenn Telefónica an den Orten, an denen sich der Nutzer aufhält, sein Netz noch nicht so gut ausgebaut hat, Vodafone hingegen guten Handy-Empfang bietet. An diese Interessenten dürfte sich das Angebot von Drillisch richten, auch in Zukunft je nach Marke und Vertrag zwischen den Netzen von Telefónica und Vodafone zu werben.

Anders als Drillisch vermarktet 1&1, das künftig zu Drillisch gehört, auch heute noch seine Tarife im Vodafone-Netz aktiv. So findet sich auf der Webseite des Unternehmens der Hinweis auf die "freie Netzwahl". Für die über GMX und web.de vermarkteten Verträge wurden die Angebote im Vodafone-Netz vorübergehend aufgegeben, Ende Juli aber wieder eingeführt.

Die 1&1-Tarife im Telefónica-Netz bieten den Zugang zum LTE-Netz, sind aber derzeit auf eine maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit von 21,6 MBit/s begrenzt. Wenn das Unternehmen künftig zur Drillisch-Gruppe gehört, könnte der Provider auch Verträge anbieten, die im 4G-Netz höhere Datenraten ermöglichen.

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