Kurztest

Doogee BL12000 Pro: Das Powerbank-Smartphone im Test

Ein Smartphone, das nicht nur selbst lange durchhält, sondern auch noch andere Geräte lädt? Das Doogee BL12000 Pro verspricht genau das. Im Kurztest haben wir geprüft, nach wie vielen Stunden der 12 000-mAh-Akku schlapp macht.
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Befragt man Smartphone-Nutzer zum größten Nachteil ihres Smartphones, hört man meist als erstes: Der Akku hält nicht lange genug durch. Manche Smartphone-Hersteller wollen dem Wunsch nach mehr Akkuleistung gerecht werden: Smartphones mit 16 000 mAh (Energizer) oder 13 000 mAh (Ulefone) sind auf dem Markt und wir haben von Doogee schon das Doogee BL7000 mit 7000 mAh getestet, das bei eingeschaltetem Display zehn Stunden durchhielt.

Für einen direkten Vergleich hat uns Doogee nun das Doogee BL12000 Pro zukommen lassen, dessen Akku 12 000 mAh Kapazität hat. Im Kurztest haben wir nicht nur ermittelt, wie lange das Mobiltelefon bei eingeschaltetem Display verwendet werden kann, sondern wir beleuchten auch, was die Kehrseite der Medaille ist.

Doogee BL12000Pro im Test
Doogee BL12000Pro im Test

Ausstattung und Lieferumfang

Das Doogee BL12000 Pro ist in den Farben Schwarz und Blau verfügbar und kostet in der Variante mit 6 GB RAM und 64 GB Speicher auf Amazon rund 290 Euro. Vom Hersteller erhielten wir die schwarze Variante mit 128 GB Speicher und 6 GB RAM. Diese Variante wird bei Amazon für rund 330 Euro verkauft. Im eigenen Webshop offeriert Doogee die 128-GB-Ausgabe für 279 US-Dollar, also umgerechnet rund 240 Euro versandkostenfrei. Hier muss bei einem Import aus China aber eingerechnet werden, dass beim Zoll noch die Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent dazukommt.

Angetrieben wird das Doogee BL12000 Pro von einem Octa-Core Helio P23 mit 2,5 GHz Taktfrequenz. Das 6-Zoll-FHD-Plus-Display im 18:9-Format hat eine Auflösung von 2160 mal 1080 Pixel. Die 16 + 13-Megapixel-Dualkamera auf der Rückseite (Blende f/2.0) wird ergänzt durch eine 16-Megapixel-Frontknipse für Selfies Diese Frontkamera kann bei 16 Megapixel einen 88-Grad-Winkel abdecken, bei 8 Megapixel einen 130-Grad-Winkel. Unter der Dual-Kamera wurde der Fingerabdrucksensor eingelassen. Als Betriebssystem ist Android 7.1.1 vorinstalliert, ob es ein Update auf Version 8 geben wird, ist ungewiss.

Um dem Anspruch gerecht zu werden, unterwegs für andere Smartphones Energie liefern zu können, liegt dem Doogee BL12000 Pro ein USB-OTG-Adapter bei, über den das Smartphone Energie abgibt. Das Smartphone selbst wird über das beiliegende 5V-12V/3A-Netzteil (Fast Charge 3.0) nebst Micro-USB-Kabel geladen, USB-C beherrscht das Telefon noch nicht. Außerdem befinden sich zwei Schutzfolien, zwei Microfaser-Putztücher, ein SIM-Werkzeug, eine Kurzanleitung und eine transparente Kautschuk-Hülle im Lieferumfang.

Schriftzug auf der Verpackung
Schriftzug auf der Verpackung

Großer Brocken: 322 Gramm "Lebendgewicht"

Wir haben versprochen zu erwähnen, was die Kehrseite der Medaille bei einem Akku von 12 000 mAh Kapazität ist. Und das sind ganz klar die Größe und das Gewicht des Mobiltelefons. Mit Abmessungen von 162 mal 74,7 mal 14,6 Millimeter (!) fühlt man sich eher an einen PDA aus den 1990er-Jahren erinnert als an ein Smartphone. Unsere Küchenwaage zeigte nach dem Auflegen des BL12000 Pro mit zwei eingelegten SIM-Karten 322 Gramm "Lebendgewicht" an (Dogee behauptet, es wären 313 Gramm). Für die Hosentasche ist das definitiv ungeeignet, selbst Jacken-Innentaschen sind bei diesem Gewicht reißgefährdet.

Man muss das Doogee BL12000 Pro an den Rändern also schon kräftig festhalten, damit es nicht aus der Hand rutscht. Besonders griffig ist es dabei nicht: Die glatte Rückseite ist - ebenso wie das Display - anfällig für Fingerabdrücke. Außerdem hat das Smartphone im Bereich des Kameramoduls ein spürbares Übergewicht. Ansonsten ist es aber gut verarbeitet: Beim Versuch, es zu verbiegen, knarzt nichts, und auch ungewöhnliche Spaltmaße sind uns keine aufgefallen.

Lieferumfang des Doogee-Smartphones
Lieferumfang des Doogee-Smartphones
Man muss allerdings wissen, dass das Gerät trotz seines Gewichts und seiner gefühlten Robustheit kein Outdoor-Smartphone ist. Es besitzt keine IP-Zertifizierung, die besagt, dass es staub- oder wasserdicht wäre. Bei derartigen Anforderungen müsste man einen Blick auf das bereits von uns getesteten Doogee S50 werfen, das einen 24-stündigen Härtetest unter Wasser überstehen musste.

Auf der folgenden Seite gehen wir nun darauf ein, wie lange der 12 000-mAh-Akku im Test tatsächlich durchgehalten hat. Außerdem testen wir die Eignung des Smartphones als Powerbank und verraten, nach welcher Technik Dual-SIM möglich ist.

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