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Internetradio DNT IP2go im kurzen Test

Webradio-Empfänger empfängt rund 10 000 Sender aus aller Welt

Die Bedienungsanleitung verrät ferner, warum sich das Radio ausgerechnet für Alsterradio als ersten der etwa 10 000 empfangbaren Sender aus aller Welt entscheidet: Der Datenbank-Betreiber vTuner stellt anhand der IP-Adresse fest, in welchem Land sich das Radio befindet. Somit wird automatisch die Senderliste aus diesem Land bevorzugt geladen und der alphabetisch erste Sender aus dieser Liste wird wiedergegeben.

Später lassen sich Lieblingssender als Favoriten abspeichern und nach jedem neuen Einschalten wird der jeweils zuletzt gehörte Sender eingestellt. An eine bei früheren Webradios von DNT selbstverständliche Funktion hat der Hersteller beim IP2go jedoch nicht gedacht: Es ist nicht möglich, eigene Sender zur von vTuner vorgegebenen Liste hinzuzufügen. Das ist insofern unverständlich, als auch vTuner eine solche Funktion grundsätzlich anbietet, wie beispielsweise Terratec bei seinen Noxon-Geräten beweist.

Gute Klangqualität, aber instabile Firmware

Das WLAN-Radio ist in drei Farben erhältlich
Foto: DNT
Die Klangqualität des IP2go ist selbst über den eingebauten Lautsprecher recht ordentlich. Alternativ lässt sich über eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse auch ein Kopfhörer anschließen. Dieser ist - anders als ein Netzteil - im Gegensatz zu vielen anderen Weltempfängern allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.

Das Netzteil wird indes nicht unbedingt benötigt, denn auch Batterie- oder Akku-Betrieb ist möglich. Dazu werden vier Batterien benötigt, die nach Hersteller-Angaben bis zu 24 Betriebsstunden im WLAN-Modus bzw. 32 Stunden Betriebsdauer auf UKW bieten. Diese Werte wurden im Test nicht ganz erreicht.

Einen weniger guten Eindruck hinterließ im Test die Firmware des IP2go. So kam es im laufenden Betrieb zu gelegentlichen Software-Abstürzen. Dabei schaltete sich das Radio komplett aus und musste manuell neu eingeschaltet werden. Danach wurde jeweils der zuletzt gehörte Sender erneut wiedergegeben.

Riesige Programmvielfalt mit Sendern aus aller Welt

Die große Stärke des Empfängers ist zweifellos die große gebotene Programmvielfalt mit Radiostationen aus aller Herren Länder, die über das intuitiv zu bedienende Menü auch leicht zu finden sind. So lassen sich die gewünschten Programme einerseits nach Kontinenten und Ländern, andererseits aber auch nach Programmsparten geordnet finden. Im Test war es problemlos möglich, Radio 700 aus Deutschland, 93.1 Jack FM aus den USA oder auch Kosmos 94.1 aus Südwestafrika/Namibia zu empfangen.

Neben dem Radio-Empfang bietet das Gerät auch eine Streaming-Funktion, mit der vom PC die eigenen Musikdateien per WLAN in das Internetradio übertragen werden. Darüber hinaus können alle Käufer eines IP2Go den neu eingerichteten Internetradiodienst Aupeo! [Link entfernt] nutzen. Hier hat der Kunde die Möglichkeit, in sein Radio überspielen zu lassen. Aupeo! stellt auf Wunsch außerdem alternative Musikangebote, dem Geschmack des Kunden entsprechend, zusammen.

Fazit: Gutes Konzept mit kleinen Schwächen

Das Konzept eines tragbaren WLAN-Radios ist nicht neu. Bislang gab es solche Geräte aber oft nur in Walkman-Format und ohne integrierten Lautsprecher. Da gefällt das IP2go deutlich besser. Positiv ist darüber hinaus die große Anzahl der empfangbaren Sender und nicht zuletzt die einfache Bedienung.

Bedauerlich ist dagegen die zum Teil noch instabile Firmware und der Verzicht auf einige der gängigen Audio-Formate. Schade ist zudem, dass die Kunden keine eigenen Sender nachprogrammieren können. Das ist vor allem dann schwerwiegend, wenn ausgerechnet der eigene Lieblingssender noch nicht in der allerdings gut sortierten Datenbank von vTuner gelistet ist.

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