kompakt

Internetradio DNT IP2go im kurzen Test

Webradio-Empfänger empfängt rund 10 000 Sender aus aller Welt

Nach verschiedenen Geräten der IPdio-Reihe hat die Dietzenbacher Firma DNT mit dem IP2go ein neues WLAN-Radio auf den Markt gebracht. Das Gerät verfügt zusätzlich über ein Empfangsteil für den terrestrischen UKW-Rundfunk und soll vor allem durch seine kompakte Bauform überzeugen. Das Gerät ist 168 mal 98 mal 43 Millimeter groß und passt somit tatsächlich in jedes Reisegepäck. Die mobile Nutzung des Internet-Empfangsteils ist dabei naturgemäß abhängig davon, dass am Aufenthaltsort ein WLAN-Zugang zur Verfügung steht.

Wir haben das 347 Gramm schwere IP2go getestet, das derzeit in den Farmen Rot, Blau und Grün erhältlich ist und für 129 Euro verkauft wird. Dabei haben wir uns auf den Empfang via Internet konzentriert. Für den UKW-Empfang hat DNT eine kleine Teleskopantenne eingebaut. Allerdings waren auch bei ausgezogener Antenne nur stärkere Stationen zu empfangen. Für Fernempfang im UKW-Bereich sind Empfindlichkeit und Trennschärfe nicht ausreichend. Das DNT IP2go
Foto: DNT

Konfiguration klappt problemlos

Der Internet-Zugang ist schnell konfiguriert. Nach der Inbetriebnahme führt das Gerät einen automatischen WLAN-Suchlauf durch. Anschließend wird das gewünschte Netz ausgewählt und es kann der Schlüssel für den Zugang eingegeben werden. Dabei werden die Protokolle WEP, WPA und WPA2 unterstützt. Wenige Sekunden später wird die Internet-Verbindung aufgebaut und der Hamburger Privatsender Alsterradio ist zu hören.

Wie aus der Bedienungsanleitung für den WLAN-Empfänger hervorgeht, arbeitet DNT für sein neues Gerät nicht mehr mit dem Plattform-Betreiber Reciva, sondern mit dem Mitbewerber vTuner zusammen. Als Audioformate werden lediglich MP3, Windows Media und Wave unterstützt. Es fehlt beispielsweise das bei Reciva übliche Real-Audio-Format, das bei früheren Internetradio-Empfängern von DNT problemlos wiedergegeben werden konnte. Zwar verliert Real Audio international immer mehr an Bedeutung. Wer allerdings beispielsweise die Web-Streams der öffentlich-rechtlichen britischen Rundfunkanstalt BBC hören möchte, ist auf Real-Audio-Unterstützung angewiesen.

Auch Stream-Formate wie Ogg Forbis oder AAC+ sucht man bei dem neuen Klein-Empfänger vergebens. Schade, denn gerade diese Formate bieten auch bei kleinen Übertragungsbandbreiten noch eine sehr gute Klangqualität. Damit würde selbst eine EDGE- oder gar GPRS-Verbindung für satten Sound ausreichen. Den Hotspot kann man sich mit vielen Smartphones sowie Software wie Joikuspot oder WMWifiRouter selbst erzeugen, so dass auch echter Mobil-Betrieb möglich wäre.

Warum ausgerechnet Alsterradio als erstes Programm nach der Inbetriebnahme zu hören ist und welche weiteren Erfahrungen wir mit dem IP2go von DNT gemacht haben, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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