Verschlechterung

Verwahrentgelt: DKB verschlechtert Konditionen weiter

Neukunden zahlen bei der DKB künftig schon ab 25.000 Euro Guthaben ein Verwahr­ent­gelt. Schon zuvor hatte das Kredit­institut seine Kondi­tionen verschlech­tert.

Die DKB machte erst vor wenigen Tagen nega­tive Schlag­zeilen. Die Bank bietet Giro­card und Kredit­karte künftig nur noch kosten­pflichtig an. Als Ersatz bekommen die Kunden künftig eine Visa-Debit­karte, die jedoch nicht in allen Fällen die bishe­rigen Gratis-Karten zum Giro­konto ersetzen können. Nun hat das Kredit­institut eine weitere Verschlech­terung verkündet - dieses Mal sogar sehr kurz­fristig, denn die Ände­rung greift bereits ab 10. November.

Wie die DKB mitteilte, wird zum genannten Stichtag das Preis- und Leis­tungs­ver­zeichnis geän­dert. Die Bank führt ein Verwahr­ent­gelt von 0,5 Prozent (variabel) pro Jahr für Guthaben über 25.000 Euro ein. Das Verwahr­ent­gelt werde für alle ab diesem Tag neu eröff­neten Giro- und Tages­geld­konten sowie Kredit­karten gelten. Bereits im Sommer hatte die DKB ein solches Verwahr­ent­gelt für Guthaben von mehr als 50.000 Euro einge­führt. Nun werden die Kondi­tionen aber­mals verschlech­tert.

Hinter­grund: Seit Juni 2014 müssen Banken auf das Geld, dass sie bei der Euro­päi­schen Zentral­bank (EZB) oder ihren Zentral­insti­tuten hinter­legen, Zinsen bezahlen. Aktuell in Höhe von -0,5 Prozent. Der zusätz­liche Zins­auf­wand sorge für ernst­zuneh­mende betriebs­wirt­schaft­liche Belas­tungen, so Sascha Dewald, Bereichs­leiter Privat­kun­den­geschäft der DKB.

DKB: "Wollen Kosten für die Kunden so gering wie möglich halten"

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Bild: DKB
"Es ist unser erklärtes Ziel, die Kosten für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten. Die neuer­liche Senkung des Frei­betrages ist nach sorg­fäl­tiger Prüfung unum­gäng­lich, um adäquat auf die Entwick­lungen durch das lang­anhal­tende Nied­rig­zin­sum­feld und den nega­tiven Einla­gen­zins der EZB zu reagieren" so Maren Heiß, Bereichs­lei­terin Privat­kun­den­geschäft der DKB.

Das Kredit­institut wirbt zudem für Alter­nativen zu Guthaben auf dem Giro- oder Tages­geld­konto. So biete das Unter­nehmen mit dem DKB-Broker ein breites Wert­papier­angebot an. In Zusam­men­arbeit mit WeltSparen hätten die Kunden Zugang zu verzinsten Spar­pro­dukten von Banken aus ganz Europa. Auch ein digi­tales Vermö­gens­aufbau-Angebot sei verfügbar.

Ob und wann mögli­cher­weise auch Bestands­kunden von den verschlech­terten Kondi­tionen betroffen sein werden, ist derzeit noch nicht absehbar. Wie berichtet werden Kredit­karten bei der DKB künftig auch für Bestands­kunden kosten­pflichtig.

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