Ultrascharfe Maus

Disney+: 4K, HDR, vier parallele Streams & weitere Features

Disney+ soll Netflix, Amazon Prime Video und Co. das Fürchten lehren, beim Preis-Leis­tungs-Verhältnis scheint das Produkt durchaus zu punkten. Kompa­tible Endge­räte wurden nun eben­falls genannt.
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Im Rahmen der D23 Expo wurden weitere Einzel­heiten zum kommenden Strea­ming-Portal Disney+ veröf­fent­licht. So gibt es für den nied­rigen Preis von umge­rechnet 5,83 Euro (wir berich­teten) monat­lich Premium-Features wie 4K-Auflö­sung, vier simul­tane Streams und HDR. Netflix verlangt seiner­seits 15,99  Euro, wenn der Zuschauer eben­falls Ultra HD und vier Über­tragungen zugleich nutzen möchte. Das Distri­buti­onsmo­dell der Inhalte unter­scheidet sich eben­falls von besagter Konkur­renz, denn anstatt eine Seri­enstaffel voll­ständig zu veröf­fent­lichen, gibt es wöchent­lich eine neue Episode. Fire TV und Fire-Tablets werden zum Launch nicht unter­stützt.

Disney+ will auch auf tech­nischer Ebene über­zeugen

Disney hat Großes mit Disney+ vor
Disney hat Großes mit Disney+ vor
An inter­essanten Inhalten hat die kommende Unter­haltungs­platt­form des Mäuse­konzerns einiges zu bieten, sei es Star Wars, Marvel oder Pixar. Nun plau­derte das Unter­nehmen zahl­reiche Details zu den Leis­tungen des 69,99 Euro im Jahr kostenden Dienstes aus. 4K-Fern­seher werden mit Disney+ ausge­reizt und HDR-fähige Endge­räte stellen die Filme und Serien mit hohem Dyna­mikum­fang dar. Auf bis zu vier Geräten wie Smart­phones, Tablets, TVs oder Compu­tern können die Streams simultan mit einem Abon­nement erfolgen. Des Weiteren lassen sich bis zu sieben Profile je Mitglied­schaft erstellen. Selbst­verständ­lich können die einzelnen User sich dann auch ihren Lieb­lings-Disney-Charakter als Avatar aussu­chen. Gegen­über CNET äußerten Führungs­kräfte des Konzerns, dass von den haus­eigenen, exklu­siven Serien jeweils einmal pro Woche eine neue Folge für die Abon­nenten veröf­fent­licht wird.

Weitere Features von Disney+

Starke Marken: Disney+
Starke Marken: Disney+
Michael Paull, verant­wort­lich für die Disney-Strea­ming-Abtei­lung, erör­terte in einem Inter­view den Umgang mit dem Nach­wuchs und mit Pass­wörtern. Ein Kinder­modus mit ange­passtem Design für Kinder bis zu einem Alter von sieben Jahren ist direkt zum Start verfügbar, eine PIN-Siche­rung für Eltern hingegen nicht. So könnten die Spröss­linge jeder­zeit von ihrem Profil zu einem Erwach­senen-Profil wech­seln. Aller­dings merkt Paull an, dass es es bei Disney auch nur wenige Inhalte gebe, die sich explizit an ein erwach­senes Publikum richten. Trotzdem soll zu einem späteren Zeit­punkt ein PIN-Schutz folgen. In puncto Pass­wort-Weiter­gabe nimmt es der Enter­tain­ment-Riese nicht allzu ernst. Man verfolge zwar die Nutzung von Pass­wörtern nach, habe jedoch keine Ambi­tionen, bei einem Miss­brauch stra­fende Maßnahmen zu ergreifen. Disney+ sei ein Produkt für die Familie und man soll es nutzen können, wo man möchte, ob man sich im Haus­halt befindet oder nicht.

Kompa­tibi­lität: Amazon-Produkte fehlen bislang

Zum Start seines Strea­ming-Dienstes wird das Unter­nehmen folgende Platt­formen unter­stützen:

  • Apple TV (tvOS)
  • Android-Mobil­geräte
  • Android TV
  • Chro­mecast
  • Desktop-Inter­netbrowser
  • iPad (iPadOS)
  • iPhone (iOS)
  • PlayStation 4
  • Roku-Strea­ming-Player
  • Roku TV
  • Xbox One
Amazons Strea­ming-Hard­ware Fire TV und die Fire-Tablets fehlen in dieser Auflis­tung. Paull erklärte, dass man momentan nur Endge­räte aufführe, mit denen Koope­rationen bestehen. Diese Zusam­menar­beit mit Herstel­lern würde über die Kompa­tibi­lität zur Disney+-App hinaus­gehen und etwa Werbung inner­halb der Benut­zerober­fläche und Merchan­dising beinhalten. So bekämen beispiels­weise Roku-Fern­bedie­nungen eine eigene Taste für Disney+. Bis zum Launch am 12. November könnten aber noch weitere unter­stützte Platt­formen ergänzt werden, so Paull.

Wann Disney+ hier­zulande startet, ist noch unbe­kannt.

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