DAB+ NRW

DAB+ in NRW: Von Energy bis Göpel wollen alle mitmachen

46 Unternehmen zeigen Interesse an DAB+ in NRW. Darunter sind auch wieder die Plattformbetreiber Media Broadcast und DABP GmbH sowie die Crème de la Crème der deutschen Hörfunkszene.
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Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hatte schon vor kurzem bekannt gegeben, dass sich 46 Interessenten an der Bedarfsabfrage für DAB+-Kapazitäten in Nordrhein-Westfalen beteiligt hatten. Jetzt hat die Medienanstalt eine Liste mit den Namen aller Interessenten veröffentlicht.

Rennfahrer Göpel und Media Broadcast auch an Plattformen in NRW interessiert

Radio Energy plant ein eigenes NRW-Programm über DAB+Radio Energy plant ein eigenes NRW-Programm über DAB+ Unter ihnen sind lokal, regional und national ausgerichtete private Programmanbieter und Plattformbetreiber. Dabei könnte es - sollte es zu einer Plattformausschreibung kommen - einen ähnlich harten Zweikampf, möglicherweise ebenfalls mit anschließendem Gerichtsprozess geben wie beim zweiten Bundesmux: Denn erneut zeigen sowohl das Unternehmen Media Broadcast als auch die Digital Audio Broadcast Plattform DABP GmbH um den ehemaligen Rennfahrer Steffen Göpel Interesse.

In Branchenkreisen kursiert schon der Scherz, die Medienanstalt möge doch bitte die Plattform an Media Broadcast vergeben, damit hätte der UKW-Lokalfunk wieder mindestens sechs Jahre Zeit gewonnen, ohne dass es neue Konkurrenten gäbe. Hintergrund: Media Broadcast bekam im vergangenen Jahr zusammen mit dem Veranstalter Absolut Digital den Zuschlag für den zweiten bundesweiten Multiplex, die DABP GmbH ficht seither diese Zuweisung vor Gericht an. Bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren können Jahre vergehen, daher liegt der zweite Bundesmux, nimmt der Prozess nicht noch eine positive Wendung, für lange Zeit auf Eis.

Crème de la Crème der deutschen Radioszene zeigt Interesse

Ansonsten zeigt die Crème de la Crème der deutschen Radioszene Interesse an Rhein und Ruhr. Bemerkenswert: Radio Energy will neben dem bundesweiten Programm auch ein landesweites für NRW starten. Viele große, regionale Privatfunkunternehmen gehören ebenfalls zu den Interessenten, etwa RPR aus Rheinland-Pfalz, ffn aus Niedersachsen, Antenne Bayern (für die Rock Antenne) oder Regiocast. Auch zahlreiche Einzelsender mit bundesweiter Ausrichtung wie Domradio, lulu.fm, Peli One, Radio Teddy, radio B2 oder egoFM gehören zum Kreis der Bewerber. Für einige überraschend nicht dabei ist RTL Radio Deutschland. Dafür zeigt die "regioMEDIEN AG" aus Belgien Interesse. Bereits bekannt ist, dass radio NRW, der Mantelprogrammanbieter für den UKW-Lokalfunk, mit drei Programmen mitmischen will.

Auch die Veranstaltergemeinschaften von fünf UKW-Lokalradios gehören zum Bewerberkreis sowie mit dem Westfunk eine Betriebsgesellschaft. Die Lokalradios sind beim Thema DAB+ gespalten. Neue Anbieter wie NRW.fm sowie bisherige Internetradios wie Hilden Central FM runden das Interessentenportfolio ab.

Die Landesanstalt für Medien will nach der weiteren Auswertung die Zuordnung der benötigten DAB+-Kapazitäten bei der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen beantragen. Die Entscheidung der Medienkommission zu dieser Bedarfsanmeldung ist spätestens für März 2019 geplant.

In einem weiteren Schritt prüft dann die Bundesnetzagentur, ob sie den angemeldeten Bedarf decken und dem Land NRW zur Verfügung stellen kann. Hier geht es zur Liste aller Bewerber.

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