Verlängerung

Impfzertifikat per CovPass App ver­längern: So gehts

Wir haben auspro­biert, wie sich digi­tale Impf­nach­weise mit der CovPass App verlän­gern lassen. Der Vorgang dauert nur wenige Minuten.

Die digi­talen Corona-Impf­zer­tifi­kate haben ein soge­nanntes "tech­nisches Ablauf­datum". Zwölf Monate nach der Ausstel­lung können Corona Warn App und CovPass App signa­lisieren, dass die Impf­zer­tifi­kate nicht mehr gültig sind. Doch es gibt eine Möglich­keit, die Gültig­keit der Impf­nach­weise direkt am Smart­phone zu verlän­gern. Wie das funk­tio­niert, haben wir mit der CovPass App auspro­biert.

Nach dem Update auf die aktu­elle Version der CovPass App war noch vor der Daten­schutz­erklä­rung ein Popup-Fenster zu sehen, das zur Über­prü­fung der Gültig­keit der Zerti­fikate auffor­derte. Weiter hieß es hier: "Wenn Sie dieses Zerti­fikat in der App erneuern können, erhalten Sie eine Benach­rich­tigung. Mehr Infor­mationen zum Austausch von abge­lau­fenen Zerti­fikaten finden Sie in unseren FAQs".

So läuft die Erneue­rung der Impf­nach­weise ab

Im Unter­menü mit persön­lichen Daten und allen mit der App einge­scannten Zerti­fikaten hieß es dann (je nachdem, wie lange die letzte Impfung zurück­liegt): "Erneue­rung notwendig. Die tech­nische Lauf­zeit Ihres Impf­zer­tifi­kats läuft bald ab oder ist bereits abge­laufen. Erneuern Sie das Zerti­fikat, um es weiterhin nutzen zu können." Unter dem Text befand sich ein Button, über den es möglich sein soll, die Erneue­rung des Impf­nach­weises anzu­stoßen.

Auf der nächsten Unter­seite der App wurde erneut auf das bald ablau­fende Zerti­fikat hinge­wiesen. Zudem gab es Erläu­terungen zum Erneuern des Impf­nach­weises: "Der Vorgang ist ganz unkom­pli­ziert und dauert nur wenige Minuten. Sie können die Erneue­rung auch später in der Über­sicht Ihrer Zerti­fikate anstoßen." Darunter war erneut ein Menü­punkt mit dem Text "Impf­zer­tifikat erneuern" zu sehen.

Impfnachweis erneuert Impfnachweis erneuert
Foto: teltarif.de
Nun musste das Einver­ständnis gegeben werden, dass die App den Impf­nach­weis zur Über­prü­fung an das Robert Koch-Institut über­mit­telt. Das RKI über­prüfte das Zerti­fikat, stellte eine aktua­lisierte Version aus und über­mit­telte diese an die App. Die Erneue­rung der Impf­nach­weise sei frei­willig und kostenlos. Die Kennung des alten Zerti­fikats werde durch das RKI doku­men­tiert, "um sicher­zustellen, dass Zerti­fikate nur in begrenztem Umfang aktua­lisiert werden können".

Weiter hieß es, dass bei der Erneue­rung von Zerti­fikaten anderer Fami­lien­mit­glieder sicher­gestellt werden soll, dass die betref­fenden Personen mit dem Vorgang einver­standen sind. In bestimmten Fällen sei es erfor­der­lich, weitere Zerti­fikate neben dem zu erneu­ernden Impf­nach­weis zu über­mit­teln. Das sei nötig, "um die bishe­rige Abfolge der Impfungen und Gene­sungen im neuen Zerti­fikat aufnehmen zu können".

Neues Limit kann zu Frust bei Mehr­geräte-Nutzung führen

Wenige Sekunden nach der Einver­ständ­nis­erklä­rung ist der Hinweis zu lesen, dass das Zerti­fikat erfolg­reich erneuert wurde. Anders als bei den QR-Codes aus Impf­zen­trum oder Apotheke gibt es jetzt aber ein Limit: Maximal drei Erneue­rungen sind pro Jahr möglich. Wer beispiels­weise zwei Smart­phones verwendet und ein Gerät im Laufe der zwölf Monate austauscht, hat das Limit schon erreicht.

Das RKI lässt einen Hinweis auf dieses Limit vermissen. Erst beim Versuch einer vierten Erneue­rung ist eine Fehler­mel­dung zu sehen, die auch auf die Beschrän­kung hinweist. Eine Infor­mation im Vorfeld würde zumin­dest verhin­dern, dass der Nutzer die Aktua­lisie­rung auf weniger wich­tigen Geräten vornimmt.

In einer weiteren Meldung haben wir über die Neue­rungen in der Version 3.0 der Corona Warn App infor­miert.

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