Zukunft

Neuland: Internet of Things kennt kaum jemand

Die Vorteile der digitalen Zukunft sind bei den meisten Konsumenten noch nicht wirklich angekommen. Allerdings gibt es immerhin bei den Fitnessarmbändern eine vorsichtige Positiv-Tendenzen.
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Internet der Dinge und Industrie 4.0Unbekannte Größen: Internet der Dinge und Industrie 4.0 Bei Fitnessarmbändern, die Herzschlag oder Blutdruck messen können, zeigt sich ein gespaltenes Bild. Solche Armbänder könnten beispielsweise Daten direkt an einen Arzt schicken.

Hersteller von Medizintechnik preisen diesen Punkt: Ärzte könnten automatische Warnungen erhalten, wenn Blutdruck oder Herzschlag von der Norm abweichen. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Immerhin 42 Prozent der Menschen sehen dies positiv. Doch ebenso viele wollen selbst bestimmen, welche Daten sie ihrem Arzt zeigen. Sie wollen nicht, dass die Daten automatisch an die Arztpraxis übertragen werden. Die Hälfte der Menschen bezweifelt, dass die Messungen überhaupt richtig funktionieren.

"Internet der Dinge"-Terminus ist noch nicht im Mainstream angekommen

Die Werbung von Unternehmen für ihre vernetzte Zukunftsvision zeigt bisher wenig Wirkung. Als Internet der Dinge wird die Vernetzung von Alltagsgegenständen angepriesen - doch kaum ein Bürger kann mit diesem Begriff etwas anfangen. 88 Prozent der Befragten gaben an, noch nie davon gehört zu haben.

Neuland bei der Industrie 4.0

Auch die Variante Industrie 4.0, die gerne von deutschen Politikern bemüht wird, hörten 82 Prozent der Befragten zum ersten Mal. Selbst von denjenigen, die die Begriffe schon einmal gehört hatten, konnten viele die Bedeutung nicht korrekt oder gar nicht erklären.

Bei Kaltwetterfront: Heizung geht automatisch an

Mit dem Internet der Dinge ist gemeint, dass immer mehr Geräte mit dem Netz verbunden werden - wie eben Sportarmbänder oder Hausgeräte. Waschmaschine oder Heizung können so über Apps gesteuert werden. Der Begriff meint aber auch, dass Geräte sich mit Hilfe von Sensoren und Informationen aus dem Netz selbst steuern.

Dann könnte die Heizung automatisch hochdrehen, wenn der Online-Wetterbericht eine Kaltfront vorhersagt, oder Autos könnten über Stausensoren während der Fahrt die Route anpassen. Von diesen Möglichkeiten haben viele Menschen schon gehört, wie die Umfrage zeigt. Sie verbinden sie aber nicht mit dem Fachbegriff.

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