DVB-T

Übersicht: Aktuelle USB-Sticks für digitalen TV- und Radioempfang

Vorsicht bei Geräten im untersten Preissegment

Alle DVB-T-Sticks können neben Fernsehen auch Radio im DVB-T-Modus empfangen. Allerdings wird sich Hörfunk via DVB-T in Deutschland wohl nicht mehr weiter durchsetzen können, seit der digital-terrestrische Hörfunk im DAB-Modus mit dem Nachfolger DAB+ neu gestartet ist. Lediglich in den Großräumen Berlin und Leipzig sind noch wenige Hörfunkprogramme über DVB-T zu empfangen.

Wer zusätzlich zu DVB-T auch Digital-Radio in den Modi DAB und DAB+ hören möchte, kann inzwischen auch auf entsprechende Sticks für PC oder Notebook zurückgreifen. Einfache Dongles, etwa von GiXa Technology, gibt es ebenfalls schon zu Preisen ab 10 Euro. Ein von uns durchgeführter Test mit einem solchen "Billigheimer" zeigte jedoch, dass Kunden von solch günstigen Angeboten besser Abstand nehmen sollten. Bei einem No Name DVB-T/DAB-Kombi-Stick, den wir testweise beim Versandhändler Amazon zum Preis von 12,99 Euro bestellt haben, funktionierte die DAB-Funktion nur unter Windows 7, obwohl laut Beschreibung auch Windows XP zu den Systemvoraussetzungen zählen soll.

Terratec ran T Terratec ran T
Bild: Terratec
Die mitgelieferte Software "Blaze HDTV 6.0" listete pro DAB-Ensemble auch nur maximal neun Programme. Das heißt, dass zum Beispiel die Hälfte der Sender im bundesweiten Multiplex nicht in die Kanalliste einsortiert wurde. Von diesen Programmen spielte die Software auch nur wenige einwandfrei ab. Akzeptabel waren nur der DVB-T- und UKW-Empfang des Sticks, allerdings auch nur unter Windows 7. Unter Windows XP gab es, obwohl wir alle nötigen Treiber von der beiliegenden CD installiert hatten, bei DVB-T nur Ton, aber kein Bild.

Nur 10 Euro teurer ist eine Lösung von Terratec - der ran T Stick+, den wir schon vorgestellt haben und der in unserem Test einwandfreie Ergebnisse lieferte - ruckelfreie Übertragung der DVB-T- und DAB/DAB+ Programme, und dazu auch noch die Darstellung von Zusatzdiensten wie Slideshows, was keiner der anderen Sticks beherrscht.

Apple-taugliche Sticks

Wer einen MAC besitzt, muss schon etwas länger auf die Suche nach einem geeigneten DVB-T-Stick gehen. Die meisten Geräte lassen sich nur unter Windows nutzen. Eine Ausnahme im unteren Preissegment ist der August DVB-T208, der neben Microsoft-Betriebssystemen (Windows 8/7/Vista/XP) auch im Apple-Betriebssystem MAC OSX v10.5+ läuft. Dieser ist für rund 20 Euro erhältlich.

Elgato Eye TV DTT Deluxe Elgato Eye TV DTT Deluxe
Bild: Elgato
Ebenfalls MAC-tauglich und noch viel mehr ist der "Elgato Eye TV DTT Deluxe" Stick, der so etwas wie der Mercedes unter den DVB-T-Dongles ist. Im Lieferumfang befindet sich die TV-Software EyeTV 3. Mit nur einem Klick können User ihre Aufnahmen zu iTunes übertragen, um sie mit einem iPod, iPhone oder AppleTV zu synchronisieren. Außerdem ist es möglich, Filme in einem lokalen Netzwerk für andere Macs freizugeben. Mit der optional erhältlichen EyeTV-App aus dem App Store kann der Benutzer zudem Live-TV über WLAN schauen. Mit einem Preis von rund 70 Euro ist das Gerät jedoch auch weit teurer als die anderen von uns präsentierten Lösungen.

Wer an einem Tablet DVB-T schauen möchte, muss auf gesonderte Lösungen zurückgreifen. Der Tivizen Nano etwa ist ein solches DVB-T-Dongle für iPad, Android Tablets oder den Kindle Fire.

Fazit: Billig ist nicht unbedingt gut

Wer sich einen DVB-T-Stick zu Weihnachten wünscht oder einen solchen selbst verschenken will, sollte genau auf die Spezifikationen und Systemanforderungen achten. Das Ergebnis des Tests mit einem Stick der unteren Preisklasse fiel negativ aus: der Dongle funktionierte nur unter Windows 7, und das mit Einschränkungen. Für nur zehn Euro mehr gibt es Sticks namhafter Hersteller, die wesentlich besser funktionieren. Wer den Stick an MAC, Netbook oder Tablet betreiben will, sollte darauf achten, dass das Gerät diese Anforderungen auch erfüllt. Ein Problem ist, dass viele Hersteller ihre aktuellen Produkte bei der Beschreibung der Systemvoraussetzungen noch nicht auf Windows-8-Kompatibilität aktualisiert haben und es somit fraglich ist, ob der jeweilige Stick auch auf dem aktuellen Microsoft-Betriebssystem einwandfrei läuft.

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