Telekom-Tarife

Editorial: Mehr für mehr

Warum kann es sich die Deutsche Telekom erlauben, die Preise zu steigern? Und was tut die Konkurrenz?
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Die Deutsche Telekom nutzt ihre Marktführerschaft im Mobilfunk, um die Preise zu erhöhen: 13 Prozent mehr kostet beispielsweise künftig der MagentaMobil M über die Laufzeit von 24 Monaten. Zwar gibt es im Gegenzug auch 25 Prozent mehr Datenvolumen. Doch die Erhöhung des Volumens kompensiert kaum die üblichen Steigerungsraten der Datennutzung in den letzten Jahren. Daher steigen mit den neuen Tarifen die effektiven Kosten für die Kunden.

Trotz der Erhöhung des Volumens von 6 auf 10 GB bleibt der MagentaMobil L für mobile Datenvielnutzer zu klein. Dabei ist der L mit durchschnittlich 55,20 Euro monatlicher Grundgebühr (gerechnet über die Laufzeit von 24 Monaten) alles andere als günstig. Bei der Konkurrenz gibt es 10 GB monatlich schon in der Stufe "M" zu einem deutlich niedrigeren Preis, wenn auch bei Vodafone aktuell im Rahmen einer Aktion und - zumindest offiziell - nicht dauerhaft.

Viele Kunden werden zur Flatrate greifen

Telekom will höhere Preise durchsetzenTelekom will höhere Preise durchsetzen Entsprechend viele Kunden werden von der Deutschen Telekom in den MagentaMobil XL gedrängt, der für knapp 80 Euro monatlich ein unlimitiertes Datenvolumen bereitstellt. Im Vergleich zu den anderen Tarifen wirkt der XL aufgrund der entfallenden Drosselung fast schon billig. Doch im Vergleich zu dem, was Mobilfunkverträge früher kosteten, ist der MagentaMobil XL richtig teuer.

Klar hat sich im Vergleich zu früher die übertragene Datenmenge drastisch erhöht. Zugleich ist aber auch die Elektronik erheblich leistungsfähiger geworden. Dadurch sollte das Handyvergnügen - trotz gestiegener Datenmenge - heute günstiger sein als früher.

Telekom dank Netzqualität oft alternativlos

Der genannten Preissteigerung zum Trotz wird die Deutsche Telekom keine großen Probleme haben, ihre neuen Preise durchzusetzen. Wer gute Netzqualität will, kommt in Deutschland derzeit nur schwer an dem magentafarbenen Riesen vorbei. Zwar holt o2 derzeit mit großen Schritten auf und stopft so manches eklatantes Funkloch. Doch der Vorsprung der Telekom ist immer noch gewaltig - sowohl beim Netzausbau als auch beim Preis.

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