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Hintergrund: Das sind die neuen Partnerschaften der Telekom

Den Mobile World Congress benutzt die Deutsche Telekom traditionell, um ihre europäischen Aktivitäten, aber auch um Projekte mit wechselnden Partnern vorzustellen. Neu ist in diesem Jahr, dass solche Projekte wesentlich schneller als früher aus der Taufe gehoben werden können.
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Den Mobile World Congress benutzt die Deutsche Telekom traditionell, um ihre europäischen Aktivitäten, aber auch um Projekte mit wechselnden Partnern vorzustellen. Neu ist in diesem Jahr, dass solche Projekte wesentlich schneller als früher aus der Taufe gehoben werden können, teilweise schon binnen weniger Monate.

"Wir können nicht alles selbst machen", betonten Telekom Unternehmenschef Timotheus Höttges und Telekom-Europa und Technologie­vorstand Claudia Nemat in Barcelona, aber das "Onboarding" geht inzwischen viel schneller. Die Produkte sollen in so vielen Märkten in Europa wie möglich erscheinen, unter Umständen mit lokalen Anpassungen.

Vor einiger Zeit hatte die Deutsche Telekom, nach eigenen Angaben "die zweitwer­tvollste Marke nach BMW in Deutschland", erste Kooperationen mit Evernote, Dropbox und AirBnB vorgestellt.

Kreative Ideen und Startups gesucht

Timotheus HöttgesTimotheus Höttges auf dem Mobile World Congress In Barcelona flimmerten neue Namen wie Cryptophone, G-Cluster, Idomoo, FireEye, Lookout, Magisto, Mobile Iron, Digital turbine, True Key, und Cyan Mobile Security über die Bildschirme. Gemeinsam mit den Haupt­partnern Intel und Cisco wurde eine eigene Seite www.challengeup.eu ins Netz gestellt, die ein Beschleunigungs­programm für das Internet der Dinge (engl. Internet of Things oder kurz IoT) werden soll.

Die Größe einer "Firma", die am Partner­programm teilnehmen möchte, spielt heute keine Rolle mehr, entscheidend ist die Idee und ihre Umsetzbarkeit. "Sie haben die Ideen und wir haben die Technik." Startups können sich kostenlos anmelden und - sofern sie die Anforderungen erfüllen - kostenlose Trainings und Hilfe bei der Anschub­finanzierungung erhalten. Bislang hat das Konsortium mit 166 Firmen zusammen­gearbeitet, Bildungs­zentren befinden sich in Krakau (Polen), Wien (Österreich) oder Bonn. Einige Produkte und Projekte wurden in Barcelona vorgestellt.

TrueKey

TrueKey bietet ein intelligentes Passwort-Management. Passwörter sollen sich regelmäßig ändern, sollen einzigartig sein. Doch neuere Forschungen haben ergeben, dass ein Durchschnitts-Internet­nutzer 25 Online-Konten, aber nur 5 bis 10 verschiedene Passwörter verwendet. Nun sind Passwort­manager (z.B. Keepass) eigentlich nichts Neues, aber bei TruKey braucht man nicht mal ein Master­passwort, sondern schaut einfach in die Kamera des Handys oder Laptops und wird anhand biometrischer Daten "erkannt".

TrueKey ist ferner in der Lage, andere Apps auf dem Handy oder PC zu starten und dort die notwendigen "kryptischen" Passwörter ohne weiteres Zutun des richtigen Benutzers einzufügen. Bedient eine fremde Person das Handy oder den Laptop, funktionieren diese Apps logischerweise nicht mehr. Als Alternative können deshalb auch manuell einzutippende Passwörter verwendet werden.

Kunden der Deutschen Telekom sollen ab Herbst dieses Jahres mit die ersten sein, welche TrueKey nutzen können, um auf ihre digitale Welt zuzugreifen. Mit der True-Key-Anwendung, die auf Handys, Tablet-Computern und Rechnern läuft, können sich Kunden in ihre Apps und Online-Konten einloggen, ohne mehrere Passwörter eingeben oder sich diese merken zu müssen.

Cyan

Cyan ist in Österreich bereits seit 2013 Partner. Der "T-Mobile Kinderschutz" und der "Internetschutz" basieren auf den Produkten von Cyan Mobile Security. Der T-Mobile Kinderschutz soll in diesem Frühjahr auch in Polen starten, Deutschland dürfte später folgen. Der "Kinderschutz" will Eltern unterstützen, ihren Kindern einen alters­spezifischen, kontrollierten Zugang zum Internet zu ermöglichen. Sie sollen ihre Kinder am Smartphone und Tablet vor gewalttätigen, pornografischen und anderen schädlichen Inhalten schützen sowie unerwünschte Apps blockieren können. Alle Funktionen werden durch den Einsatz eines im Netzwerk integrierten Filters realisiert.

Der "Internetschutz", ist eine Cloud-basierte Sicherheits­lösung für Smartphones, Tablets, Laptops, Datensticks sowie Router und soll - ebenfalls im Netz integriert - wie eine Firewall funktionieren und Bedrohungen schon erkennen, bevor sie am Gerät des Users ankommen. Täglich würden 30 000 neue Webseiten geprüft, gefiltert und bei Bedarf gesperrt. Sobald ein User eine Seite mit technisch schädlichen Inhalten (z.B. Seiten, die Trojaner enthalten oder Seiten mit Betrugs­absichten) aufruft, wird eine Warnseite angezeigt. Darüber hinaus soll das Produkt vor zuvor definierten Inhalten wie Pornografie, Gewalt und/oder Drogen schützen. Die Warnseite kann akzeptiert und verlassen oder das Surfen ohne Schutz auf eigenes Risiko fortgesetzt werden. Die Entscheidung liegt immer beim User.

Aufgrund der netzseitigen Filterung kann der "Internetschutz" für alle gängigen Betriebs­systeme wie Android, Blackberry, iOS und Windows angeboten werden, denn er erfordert keinen Download einer besonderen App oder die Eingabe persönlicher Daten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche weiteren Produkte und Projekte vorgestellt wurden.

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